Abo
  • Services:

Daten von britischen T-Mobile-Kunden gestohlen

Kunden bekamen bei Vertragsende Werbeanrufe von der Konkurrenz

In Großbritannien haben T-Mobile-Angestellte Vertragsdaten von Kunden gestohlen und an Zwischenhändler verkauft. Diese riefen die Kunden kurz vor Vertragsende an und versuchten, ihnen Verträge mit der Konkurrenz zu verkaufen. Christopher Graham, Großbritanniens oberster Datenschützer, fordert härtere Strafen für solches Vergehen.

Artikel veröffentlicht am ,

Angestellte der britischen T-Mobile-Tochter haben illegal persönliche Daten von mehreren tausend Kunden an Zwischenhändler des Mobilfunkanbieters verkauft. Die kontaktierten daraufhin T-Mobile-Kunden und versuchten, ihnen Mobilfunkverträge von Konkurrenten zu verkaufen.

Anruf kurz vor Vertragsende

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, deutschlandweit, Bonn, Nürnberg, München
  2. Bayerisches Landesamt für Steuern, München

Zu den Datensätzen gehörten neben Name und Adresse auch Angaben über den Vertrag wie etwa dessen Laufzeit. Die Zwischenhändler konnten die britischen T-Mobile-Kunden deshalb gezielt vor dem Ablauf ihres Mobilfunkvertrages anrufen und ihnen Verträge mit anderen Mobilfunkunternehmen anbieten. Für die Daten sind laut der britischen Datenschutzbehörde, dem Information Commissioner's Office (ICO), beträchtliche Geldsummen bezahlt worden.

T-Mobile hatte sich an das ICO gewandt, nachdem Kunden berichtet hatten, dass sie kurz vor Ende ihre T-Mobile-Vertrages Angebote von konkurrierenden Anbietern erhalten hätten. ICO-Ermittler kamen dem Datenskandal dann auf die Spur. Dazu durchsuchten sie auch mehrere Grundstücke. Derzeit bereitet das ICO nach eigenen Angaben Anklagen gegen die Täter vor.

Gefängnisstrafen für Datenvergehen

Großbritanniens oberster Datenschützer Christopher Graham forderte härtere Strafen für Datenschutzvergehen in Großbritannien. In einem Interview mit der BBC sagte er, das illegale Geschäft mit persönlichen Daten sei groß und scheußlich. Das Problem sei, dass es lukrativ sei, den Tätern aber nur eine geringe Strafe drohe. "Offen gesagt sind die Strafen, die das Datenschutzgesetz vorsieht, nicht hart genug, um so etwas zu verhindern", kritisierte Graham. "Wir brauchen eine Freiheitsstrafe."

ICO und T-Mobile hatten ursprünglich Stillschweigen über die Angelegenheit vereinbart. In einer ICO-Mitteilung und im BBC-Interview berichtete Graham deshalb lediglich von einem großen Datenskandal bei einem britischen Mobilfunkanbieter gesprochen, um seiner Forderung nach härtere Strafen zu unterstreichen. Auf Nachfrage verneinten die Konkurrenten, dass sie daran beteiligt seien. T-Mobile hingegen bestätigte, dass einige Angestellte ohne Wissen des Unternehmens Daten verkauft hatten.

Es ist nicht der erste Datenskandal bei der Telekom. Im Herbst 2008 wurden bei T-Mobile in Deutschland 17 Millionen Kundendaten gestohlen und im Internet angeboten. Kurz darauf wurde bekannt, dass durch eine Sicherheitslücke bei T-Mobile die Daten von über 30 Millionen Kunden inklusive deren Bankdaten von überall abgerufen und sogar manipuliert werden konnten. Anfang dieses Jahres kam es auf Grund eines Fehlers zu einem Datenleck, durch das mehrere hundert Kundendatensätze tagelange im Internet abrufbar waren.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 164,90€

Youssarian 19. Nov 2009

Ich beispielsweise, auch wenn ich sicher weniger als jetzt arbeiten würde. Nur: in...

Youssarian 18. Nov 2009

Die gesetzliche Vorratsdatenspeicherung ermöglicht keine Totalüberwachung. Welche Daten...

Siga492874297 18. Nov 2009

Kann ein Amazon-Paket-Verpacker mehr sehen als die Bestellung die er bearbeitet...


Folgen Sie uns
       


Sonnet eGFX Box 650W - Test

Die eGFX Box von Sonnet hat 650 Watt und ist ein externes Grafikkarten-Gehäuse. Sie funktioniert mit AMDs Radeon RX Vega 64 und wird per Thunderbolt 3 an ein Notebook angeschlossen. Der Lüfter und das Netzteil sind vergleichsweise leise, der Preis fällt mit 450 Euro recht hoch aus.

Sonnet eGFX Box 650W - Test Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

    •  /