Sharp baut LCD-TV-Zusammenarbeit mit Sony aus

Sharp und Sony bauen ihre Zusammenarbeit bei der Produktion von LCD-Fernsehern aus. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei(öffnet im neuen Fenster) . Sharp wird mit Sony erstmals ein anderes Unternehmen mit seiner LED-Hintergrundbeleuchtung beliefern, so die Zeitung weiter. Mit der Technik soll das Problem der ungleichmäßigen Durchleuchtung von LCD-Monitoren behoben werden.
Die beiden japanischen Elektronikkonzerne könnten künftig auch bei der Entwicklung neuer Technologie für LED-Backlight zusammenarbeiten, die energiesparender sein soll und die Bildqualität verbessert. Sharps Fabrik in Kameyama (Mie Präfektur) wird Sony ab Dezember 2009 mit dort gefertigter LED-Hintergrundbeleuchtung beliefern. Die Sharp-LCD-Fabrik in Sakai (Osaka), die seit Oktober 2009 in Betrieb ist, wird bereits von Sharp und Sony betrieben.
Seit Sommer 2009 nutzt Sharp in seinen neuen Aquos-LCD-TV-Serien LE700E und LE600E weißes Full-LED-Backlight, was sattere und natürlichere Farben und ein höheres Kontrastverhältnis für tiefere Schwarzwerte verspricht. "Sharp hat sich für Full-LED-Backlight entschieden, weil diese Technologie gegenüber alternativen Formen der LED-Hintergrundbeleuchtung bei LCD-TVs diverse Vorteile bietet" , sagte Frank Bolten, Geschäftsführer Sharp Electronics Germany. "Im Vergleich zu Edge-LED-Backlight erreichen wir mit der Full-LED-Technik eine Displayausleuchtung von über 90 Prozent."
Zudem ließen sich LCD-TVs mit Full-LED-Backlight für den Endkonsumenten preislich attraktiver produzieren, so Bolten. Die LED-Hintergrundbeleuchtung macht circa 20 Prozent der Fertigungskosten eines LCD-Fernsehers aus. Im Geschäftsjahr, das am 31. März 2009 abgeschlossen wurde, schrieben Sharp und Sony Verluste im TV-Geräte-Geschäft.