ICANN lässt ccTLDs mit nichtlateinischen Buchstaben zu
Die Länder Osteuropas, Arabiens und Ostasiens haben ab sofort die Möglichkeit, bei der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) Länderdomains (Country Code Top Level Domain, ccTLD) in ihrer eigenen Schrift zu beantragen.
Bisher ist es zwar möglich, Domainnamen in Russisch, Chinesisch oder Arabisch zu registrieren. Die ccTLDs mussten jedoch weiterhin mit lateinischen Buchstaben geschrieben sein, also etwa .cn für China oder .ru für Russland.
Das wird sich mit dem Beschluss, den das Internet Governance Forum im ägyptischen Scharm El-Scheich gefasst hat, ändern: Seit gestern können bei der ICANN die neuen ccTLDs beantragt werden. Sie sollen schon im kommenden Jahr zur Verfügung stehen. In den ersten Stunden gingen laut ICANN sechs Anträge in drei verschiedenen Sprachen ein.
Die neuen Länderdomains machten das Internet globaler und besser zugänglich für Surfer in Ländern, die nicht das lateinische Alphabet nutzen. Diese machten inzwischen mehr als die Hälfte der weltweiten Nutzerschaft aus, sagte ICANN-Chef Rod Beckstrom.