SSL/TLS-Sicherheitslücke im Test bestätigt

Man-in-the-Middle-Attacke unter realen Umständen erfolgreich

Eine kürzlich entdeckte Sicherheitslücke im SSL/TLS-Protokoll ist unter realen Umständen erfolgreich ausgenutzt worden. Die Man-in-the-Middle-Attacke erfolgte über das HTTPS-Protokoll.

Artikel veröffentlicht am ,

Der türkische Programmierer Anil Kurmus hat eine Lücke im SSL/TLS-Protokoll genutzt, um Zugangsdaten von Twitter-Benutzern auszulesen. Dabei injizierte er Code in den HTTPS-Datenstrom, während eine SSL/TLS-Verbindung neu verhandelt wurde. Der Codeschnipsel dechiffrierte die Zugangsdaten und sandte sie an Kurmus als Twitter-Feed.

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Die Sicherheitslücke, die bislang nur in der Theorie bekannt war, war Mitte September 2009 entdeckt worden. Sie betrifft alle verschlüsselten Protokolle, die Verbindungen in zeitlichen Abständen erneut aushandeln (Renegotiation), etwa um frische Zertifikate auszutauschen. Twitter hat bereits reagiert und Renegotiation abgeschaltet.

Twitter ist allerdings auch ein leichtes Opfer gewesen. Jeder Tweet beinhaltet die Zugangsdaten eines Benutzers, die API des Microbloggers ist bekannt und es gibt zahlreiche Microblogging-Software, die die Fehlermeldung ignorieren, die eine solche Attacke auslösen würde.

Eine Expertengruppe arbeitet seit Ende September 2009 im Geheimen an der Beseitigung der Lücke, denn das SSL/TLS-Protokoll wird unter anderem bei HTTPS-Verbindungen sowie beim Zugriff auf E-Mail-Postfächer via IMAP oder POP3 verwendet. Lediglich das OpenSSL-Projekt steht kurz vor einer Lösung.

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