Honda setzt auf Brennstoffzellenautos
Der neue Honda-Chef Takanobu Ito hat in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin "Capital" die Brennstoffzelle als beste Antriebsalternative bezeichnet. Außerdem kündigte er an, dass sein Unternehmen günstige Brennstoffzellen auf den Markt bringen wolle.
Ultimativer Antrieb
Ito sagte dem Hamburger Wirtschaftsmagazin, die Brennstoffzelle bleibe "der ultimative Antrieb, davon bin ich überzeugt". Er begründete das damit, dass eine Brennstoffzelle deutlich leichter sei als ein Akku. Deshalb sei ein Brennstoffzellenauto auch leichter als ein Elektroauto mit einem Akku und habe deshalb eine bessere Beschleunigung. "E-Autos können da nicht mithalten", so der Honda-Chef, der den Posten erst im Sommer von seinem Vorgänger Takeo Fukui übernommen hat.
Ganz unproblematisch sei dieser Antrieb jedoch nicht. So sind Brennstoffzellen immer noch recht teuer. Das will Honda jedoch ändern. Ito kündigte an, das Unternehmen werde in Zukunft "mehr Kraft in die Entwicklung der Brennstoffzelle stecken".
Zu wenig Wasserstofftankstellen
Eine weitere Behinderung sieht Ito in der mangelnden Infrastruktur aus Wasserstofftankstellen. Honda hatte erwartet, dass der Aufbau schneller vonstatten gegangen wäre. Deshalb will der Hersteller die Entwicklung selbst vorantreiben. Dazu hat sich der Autohersteller laut Ito sogar mit seinen Konkurrenten zusammengetan. "Wir haben zusammen mit Herstellern wie Daimler, Toyota und Nissan den Regierungen klargemacht, dass wir unbedingt ein Tankstellennetz für Wasserstoff benötigen."
Daimler hat auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt im September ein Brennstoffzellenauto, das Modell F-Cell, vorgestellt. Es soll bereits 2010 auf den Markt kommen – wegen der mangelnden Infrastruktur jedoch als Kleinserie für Leasingkunden.
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