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World Cyber Games: Deutschland holt drei Medaillen

E-Sportsfinale der diesjährigen WCG in China abgeschlossen. Es kommt unerwartet, aber: Deutschland ist Fußballweltmeister und gleichzeitig Zweiter. Jedenfalls haben deutsche Computerspieler in der Endrunde der WCG erfolgreich virtuell gekickt. Für eine weitere Überraschung sorgte ein Münchner Starcraft-Spieler, der sich gegen die Strategiegroßmacht Südkorea bis ins Halbfinale kämpfte.
/ Peter Steinlechner
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In der Endrunde der World Cyber Games(öffnet im neuen Fenster) – die momentan weltweit größte E-Sport-Veranstaltung – im chinesischen Chengdu haben am Wochenende Nationalteams aus 80 Ländern und 800 Spielern um den Sieg in mehreren Disziplinen gekämpft. Vertretern aus Deutschland gelang dabei unter anderem ein Doppelsieg im Fußball: Im Fifa-09-Finale konnte sich überraschend der Newcomer Joshua Begehr aus Kronshagen in Schleswig-Holstein gegen den zweifachen Weltmeister Daniel Schellhase durchsetzen. Außerdem holte Andreas Krieger aus Buchholz in der Nordheide Bronze im Billardspiel Carom 3D.

Die größte Überraschung dürfte allerdings das Abschneiden des 14-jährigen Anton Emmerich aus München sein. Er konnte sich in Starcraft: Brood War als einziger nicht aus Südkorea stammender Spieler bis ins Halbfinale kämpfen, wo er dann allerdings verlor. Trotzdem eine echte Leistung angesichts der Tatsache, dass es sich bei seinen Konkurrenten zum Teil um Vollprofis mit eigenem Trainerstab handelt.

Deutschland erreicht hinter Südkorea und Schweden den 3. Platz in der Nationenwertung und verteidigt seinen 2. Platz in der ewigen Tabelle nach Südkorea. Das WCG-Finale im nächsten Jahr findet in Los Angeles statt.


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