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Microsoft bestätigt widerrechtliche Nutzung von GPL-Code

Programm wird komplett unter die GPL gestellt und wiederveröffentlicht. Microsoft hat bestätigt, dass es widerrechtlich fremden GPL-Code in einem eigenen Programm verwendet hat. Quellcode eines unter der GPL stehenden Projekts sei in das kostenlose Programm Windows 7 USB/DVD Download Tool geflossen. Künftig werden der gesamte Quellcode und die Binärdateien des Microsoft-Tools unter die GPL gestellt.
/ Jörg Thoma
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Microsoft teilte mit, dass Teile der quelloffenen Software Imagemaster im Programm Windows 7 USB/DVD Download Tool verwendet wurden. Obwohl das Tool nicht von Microsoft selbst, sondern von einem – nicht näher genannten – externen Programmierer stammte, übernahm der Konzern die Verantwortung für den Lizenzbruch. Der fragliche Code sei bei der firmeninternen Überprüfung nicht aufgefallen, so Peter Galli von Microsoft in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) . Daraufhin sei sämtlicher weiterer Code der im Microsoft Store angebotenen Werkzeuge überprüft worden, es seien keine weiteren Verstöße festgestellt worden, heißt es dort.

Microsoft hatte die fragliche Software bereits vergangene Woche aus seinem Onlinesortiment genommen, nachdem lizenzrechtliche Vorwürfe im Blog von Rafael Rivera laut geworden waren. Rivera hatte nach Überprüfung des Microsoft-Tools gemutmaßt, dass dort Codeteile des in der Programmiersprache C# verfassten Brennprogramms Imageburn verwendet wurden. Imageburn ist mittlerweile von den Seiten des Softwareanbieters Softplex verschwunden.

Microsoft will sein Tool samt Quellcode kommende Woche auf den Webseiten seines Stores wieder anbieten, allerdings dann unter der GPL v2. Das Programm kopiert Windows-7-Installationsmedien auf USB-Sticks für Upgrades auf Rechnern ohne optische Laufwerke, etwa Netbooks.


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