Strafanzeige gegen VZnet-Mitarbeiter

Anzeige wegen falscher Verdächtigung und uneidlicher Falschaussage

Der Strafverteidiger des mutmaßlichen SchülerVZ-Erpressers "Exit" hat Strafanzeige gegen vier Mitarbeiter der VZnet-Netzwerke Ldt. erstattet. Der 20-Jährige hatte sich während seiner Haft das Leben genommen.

Artikel veröffentlicht am ,

Exits Pflichtverteidiger Ulrich Dost verdächtigt die vier VZnet-Mitarbeiter, "gemeinschaftlich übereingekommen" zu sein, Exit "gegenüber den Polizeibehörden wider besseren Wissens einer Straftat gem. § 202 a StGB zu bezichtigen". Er führt darüber hinaus an, "dass es seitens [Exit] entgegen den Behauptungen der Unternehmensmitarbeiter keine versuchte Erpressung gegeben hat und auch insofern der Verdacht einer falschen Verdächtigung besteht".

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Dost vermutet deshalb in einer Pressemitteilung, dass "die tatsächlichen Umstände durch die Unternehmensmitarbeiter gegenüber den Ermittlungsbehörden verdunkelt werden sollten." Es sei nicht hinzunehmen, dass Ermittlungsbehörden Sachverhalte "unrichtig, falsch oder unter Weglassung von Details" berichten. Dies hätte in Exits Fall zu einer anderen Entscheidung beim zuständigen Haftrichter führen können.

Exit hatte halböffentliche Daten aus den VZ-Netzwerken ausgelesen, die meisten davon aus SchülerVZ. Laut den Aussagen von VZnet-Mitarbeitern versuchte Exit insgesamt 80.000 Euro zu erpressen, andernfalls werde er die aus SchülerVZ, MeinVZ und StudiVZ ausgelesenen, halböffentlichen Daten nach Osteuropa verkaufen. Dost widerspricht der Darstellung, dass es sich um einen Erpressungsversuch gehandelt habe, da zuvor ein unbeziffertes Zahlungsangebot durch Mitarbeiter des Unternehmens erfolgt sei. Ein Freispruch sei im Falle eines Strafverfahrens durchaus zu erwarten gewesen, so Dost.

Die VZnet-Netzwerke - die wie Golem.de zu der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehören - luden den jungen Mann in ihre Berliner Büroräume ein. Dort sei es, den VZnet-Netzwerken zufolge, zu dem Erpressungsversuch gekommen. Die Polizei nahm Exit fest und er landete in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Plötzensee in Einzelhaft. Gegenüber den Ermittlern soll Exit angegeben haben, vor seiner Festnahme in Berlin nahezu handelseinig mit VZnet gewesen zu sein. Wie der Stern berichtet, bleibt VZnet bei der Darstellung, dass niemals "Angebote finanzieller Art" gemacht worden seien.

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Einige Tage nach seiner Inhaftierung, am 31. Oktober 2009, nahm sich Exit das Leben. Medienberichten zufolge litt der 20-Jährige unter einer "kombinierten Persönlichkeitsstörung", was auch den Ermittlern bekanntgewesen sein soll.

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Autor 16. Nov 2009

Ich finde den Einschub gut, da er für viele Leser eine sinnvolle Sachinformation...

Blablablublub 16. Nov 2009

Was für ein Schmarrn! Wenn ich nicht will, daß jemand meine Daten im Internet sieht...

Gelegenheitssurfer 16. Nov 2009

... @ Zähler: Wenn du deine Adresse auf eine Plakatwand schreibst, weil du hoffst ein...

Exit 2.0 16. Nov 2009

Geile Idee, bei dem was dort an Daten pro Person im Durchschnitt vorhanden ist könnte...



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