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US-Internetprovider will Warnungen an Filesharer verschicken

Verizon im Dienste der RIAA. Der US-Internetprovider Verizon will im Auftrag der Verbandes der US-Musikindustrie RIAA Warnschreiben an mutmaßliche Urheberrechtsverletzer verschicken.
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Etliche Verizon-Kunden in den USA werden in diesen Tagen unangenehme Post in ihren Inboxen vorfinden. Der zweitgrößte US-Internetprovider hat sich laut einem Bericht von CNET dazu bereiterklärt, "zu Testzwecken" Warnschreiben an Tauschbörsennutzer zu verschicken, die illegal Musikdateien herunterladen. Die Nutzer werden darin aufgefordert, die Dateien zu löschen und das illegale Verhalten zu unterlassen. Die Vorlage für die Schreiben liefert der Musikindustrieverband Recording Industry Association of America (RIAA). Die RIAA hat die Aktion zwar bestätigt, wollte auf Anfrage aber keinen Kommentar dazu abgeben.

Ein Verizon-Sprecher erklärte gegenüber Cnet:(öffnet im neuen Fenster) "Wir erkennen die Bedeutung von Copyrights ebenso an wie die Notwendigkeit, sie durchzusetzen. Ohne ihre Durchsetzung würde überhaupt kein geistiges Eigentum geschaffen werden. Zugleich ist es für unsere Kunden wichtig, Gewissheit zu haben, dass ihre Privatsphäre nicht mit Füßen getreten wird."

In der Vergangenheit hatten sich bereits andere US-Internetprovider, darunter AT&T und Comcast, zur Zusammenarbeit mit der RIAA bereiterklärt. Der Versand von Warnschreiben ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer allgemeinen Politik der "abgestuften Reaktion" auf Urheberrechtsverletzungen, wie sie die Unternehmen aus der Medienbranche gerne weltweit etablieren wollen. Ob auf Verizons Warnschreiben bei Missachtung weitere Maßnahmen folgen sollen, ist bisher nicht bekannt. [von Robert A. Gehring]


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