Springer: Freier Zugang zu Informationen ist kommunistisch

Verlagsboss ereifert sich auf Monaco Media Forum

Axel-Springer-Chef Döpfner hat die Forderung nach einem freien Zugang zu Informationen als kommunistisch bezeichnet. Genauso sinnvoll sei es zu fordern, dass das Bier im Supermarkt künftig kostenlos sein müsse.

Artikel veröffentlicht am ,

Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner hat sich erneut gegen eine Kostenloskultur im Internet positioniert. "Es ist einfach falsch zu denken, im Web müsse alles kostenlos sein. Die Theorie, dass es einen freien Zugang zu Informationen geben soll, gehört zum Absurdesten, was ich jemals gehört habe", sagte er bei einem Diskussionspanel mit der Huffington-Post-Mitbegründerin Arianna Huffington beim Monaco Media Forum (MMF2009).

 
Video: MMF2009 - Conversation (Making News)

Stellenmarkt
  1. Mitarbeiter IT-Basis-Support (m/w/d)
    Vitakraft pet care GmbH & Co. KG, Bremen
  2. Software Stack Developer (m/f/div)
    Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg
Detailsuche

"Dies ist ein spätes ideologisches Ergebnis von Webkommunisten: Nur wenn alles kostenlos ist, ist es demokratisch." Dies sei genauso absurd wie zu behaupten, es sei demokratisch, wenn das Bier im Supermarkt kostenlos sei. Niemand werde in qualitativ hochwertigen Content investieren, wenn es nur den freien Zugang zu Informationen im Internet gebe. Dieses Geschäftsmodell könne nicht funktionieren, sagte Döpfner.

Es seien die Themenbereiche Sport, Spiele, regionales Umfeld, Macht und Geld sowie Sex und Crime, die die Menschen interessierten, und für die sie auch bereit seien, Geld zu bezahlen. Dies gelte auch für das Internet, sagte Döpfner. 20 Prozent des Umsatzes werde bei Springer mittlerweile online erwirtschaftet. "Sieben Onlineaktivitäten sind profitabel", rechnete er vor.

Um mit Sex-and-Crime-Inhalten Geld zu verdienen, müsse es einfache Micro-Bezahlmethoden geben, und Abomodelle, wie die kostenpflichtige iPhone-Applikationen.

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2021, Virtuell
  2. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    16.–17. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

"Wir sind voll anzeigenfinanziert und wir machen Geld", verteidigte sich Huffington, ohne jedoch Zahlen nennen zu wollen. "Obwohl Sie unglaublich überzeugend klingen, wird es sich zeigen, dass Sie unglaublich falsch liegen", sagte sie. Nutzer seien heute daran gewöhnt, schnell über Suchmaschinen an Informationen zu kommen, hier hätten Bezahlmodelle keinen Platz. Für eine Exklusivnachricht über einen kürzlich verübten Mord könne Springer kein Geld verlangen. "Wenn Sie mit ihren Inhalten Geld verdienen wollen, stellen Sie sicher, das diese auf soviel Websites wie möglich verfügbar ist, dann machen Sie auch Geld damit.".

Döpfner wehrte sich dagegen, dass es "dumme Old-School-Guys" gebe, die haufenweise Geld in hochwertige exklusive Inhalte investierten, um dann zuzusehen, wie diese von den smarten "New-School-Guys gestohlen und vermarktet" würden. Es müsse auch im Web einen zuverlässigen Schutz des Urheberrechts geben, sagte er.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


dosenamannn 21. Apr 2010

Deshalb werden die öffentlich rechtlichen jetzt auch gezwungen ihre Inhalte zu löschen...

LaLeLu 17. Nov 2009

Hier noch ein Nachtrag zu meinem Kommentar: Es geht schon los: http://www.spiegel.de...

idog 17. Nov 2009

wenn man es genau nimmt hat der springer typ den nagel auf den kopf getroffen - wie es...

Siga43298479 16. Nov 2009

Freelancertipps bei Gulp im Forum oder wenn es Handwerker-Wikis gäbe, würden die Leute...

Siga242974 15. Nov 2009

Problem: Es braucht auch Gesetze. Und darum geht es Döpfner wohl hinterlistigerweise...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Arbeiten bei SAP
Nur die Gassi-App geht grad nicht

SAP bietet seinen Mitarbeitern einiges. Manchen mag das zu viel sein, aber die geringe Fluktuation spricht für das Softwareunternehmen.
Von Elke Wittich

Arbeiten bei SAP: Nur die Gassi-App geht grad nicht
Artikel
  1. Truth Social: Trumps Twitter-Klon erhält Milliarde von Investoren
    Truth Social
    Trumps Twitter-Klon erhält Milliarde von Investoren

    Für den Aufbau seiner Twitter-Alternative Truth Social hat sich der frühere US-Präsident Trump die Unterstützung unbekannter Investoren gesichert.

  2. SpaceX: Das Starship für den Mars soll gebaut werden
    SpaceX
    Das Starship für den Mars soll gebaut werden

    Elon Musk hat via Twitter den Bau seines Mars-Starships angekündigt. Dazu schreibt der SpaceX-Gründer, dass es endlich Realität werden soll.

  3. Nano-Chip: Umprogrammierung von biologischem Gewebe im lebenden Körper
    Nano-Chip
    Umprogrammierung von biologischem Gewebe im lebenden Körper

    Hautgewebe in Blutgefäße umwandeln? Ein Forschungsteam hat dafür einen Nano-Chip entwickelt. Bald könnte er am Menschen getestet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional Werkzeug und Zubehör • Corsair Virtuoso RGB Wireless Gaming-Headset 187,03€ • Noiseblocker NB-e-Loop X B14-P ARGB 24,90€ • ViewSonic VX2718-2KPC-MHD (WQHD, 165 Hz) 229€ • Alternate (u. a. Patriot Viper VPN100 2 TB SSD 191,90€) [Werbung]
    •  /