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US-Medienunternehmer Malone kauft Unitymedia

Déjà-vu auf dem deutschen Markt der Kabelnetzbetreiber. John Molone, der bereits 2002 vergeblich versucht hatte, das deutsche TV-Kabelnetz zu übernehmen, wagt einen neuen Anlauf. Diesmal will er Unitymedia kaufen und bietet 3,5 Milliarden Euro.
/ Achim Sawall
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Liberty Global, die Firma des US-Medienunternehmers John Malone, wagt einen neuen Anlauf für einen Einstieg in den deutschen Markt der Kabelnetzbetreiber. Liberty Global erwirbt Unitymedia für 3,5 Milliarden Euro, berichtet das Unternehmen heute. Auch der US-Medienkonzern News Corp. von Rupert Murdoch soll unter den Bietern gewesen sein, berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) .

Malone hatte schon 2002 versucht, in den deutschen Kabelmarkt, den zweitgrößten der Welt, einzusteigen. Damals konnte die Deutsche Telekom die Übernahme des gesamten deutschen TV-Kabelnetzes mit dem Bundeskartellamt verhindern.

Der Vollzug des Erwerbs sei für das erste Halbjahr 2010 vorgesehen und steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigung. Unitymedia-Chef Parm Sandhu: "Diese Transaktion ist der Beginn einer spannenden neuen Phase in der Entwicklung von Unitymedia." Sandhu und Malone sind alte Bekannte: Der Brite war früher Finanzdirektor bei Liberty Global.

Die bisherigen Haupteigner Unitymedias, die beiden Finanzinvestoren BC Partners und Apollo, hatten 2003 einen Preis von 1,5 Milliarden Euro für den zweitgrößten Kabelnetzbetreiber Deutschlands gezahlt, der in Nordrhein-Westfalen und Hessen aktiv ist. Sie hatten bislang einen Börsengang geplant.

Liberty Global wurde von Goldman Sachs und Freshfields Bruckhaus Deringer beraten. Liberty-Global-Chef Mike Fries sagte: "Mit Unitymedia werden wir dann weltweit insgesamt mehr als 40 Millionen Haushalte erreichen. Wir erwarten, dass Unitymedias Geschäfte wesentlich zu Liberty Globals europäischem Wachstumsprofil beitragen werden." Am 30. September 2009 unterhielt Liberty Global Netze, die in 14 Ländern – vor allem in Europa, Japan, Chile und Australien – rund 17 Millionen Kunden bedienen.


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