Abo
  • Services:

Schwungräder speichern Energie

US-Unternehmen baut neuartige Anlage zur Energiespeicherung

Um Schwankungen der Netzspannung abzufangen, baut das US-Unternehmen Beacon Power einen neuartigen Energiespeicher: Elektrische Energie wird in rotierenden Schwungrädern gespeichert.

Artikel veröffentlicht am ,

Das US-Unternehmen Beacon Power hat den Bau eines Schwungradspeichers angekündigt. Der Speicher besteht aus einem Schwungrad, das sich im Inneren eines Zylinders mit einer Geschwindigkeit von 8.000 bis 16.000 Umdrehungen pro Minute dreht. Das Schwungrad, das Beacon Power Rotor nennt, besteht aus einer Achse und Nabe aus Metall und einem Radkranz aus einem Kohlefaserkomposit.

Stellenmarkt
  1. Software AG, verschiedene Standorte
  2. Robert Bosch GmbH, Wittlich

Auf der Achse sitzt ein Elektromotor. Wird Energie in den Speicher eingespeist, beschleunigt der Motor die Rotation des Rotors. Soll die Energie aus dem Speicher abgerufen werden, wird der Motor einfach zu einem Generator umfunktioniert, der die Rotationen des Schwungrades in elektrische Energie wandelt.

Reibung verhindern

Um den Energieverlust durch Reibung möglichst gering zu halten, herrscht im Inneren des Zylinders ein Vakuum. Der Rotor wird durch eine Kombination aus Permanentmagneten und elektromagnetischen Lagern in der Schwebe gehalten.

Die Speicheranlage in Stephentown im US-Bundesstaat New York wird aus zehn Einheiten mit jeweils zwei Schwungrädern bestehen. Der Bau der knapp 70 Millionen US-Dollar teuren Anlage wird nach Angaben von Beacon Power ein bis anderthalb Jahre dauern.

Netzfrequenz konstant halten

Allerdings lässt sich Strom nur kurzzeitig in Form von kinetischer Energie speichern. Entsprechend ist der Speicher dafür gedacht, kurzzeitige Schwankungen der Netzspannung abzufangen und die Netzfrequenz aufrechtzuerhalten. Systeme zur Speicherung von elektrischer Energie können auch zur besseren Integration von Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind oder Sonne gebraucht werden. Auf der norwegischen Insel Utsira beispielsweise speichert ein Schwungrad überschüssige Windenergie.

Das französische Unternehmen Alstom hat einen Regionalzug entwickelt, der mit einem Schwungradspeicher ausgestattet ist. Das Schwungrad speichert Bremsenergie und versorgt dann die Bordelektronik mit Strom oder stellt Energie zum Anfahren zur Verfügung. Das britische Formel-1-Team Williams hatte für die gerade beendete Saison 2009 ein Energierückgewinnungssystem (Kinetic Energy Recovery System, Kers) entwickelt, das ebenfalls auf einem Schwungrad basierte. Zum Einsatz kam das Kers bei Williams jedoch nicht.

Andere Konzepte für die Zwischenspeicherung von Strom sehen vor, dass künftig Elektroautos auch als Stromspeicher dienen können. Auch Kühlhäuser können als Energiespeicher eingesetzt werden.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 119,98€ (Release 04.10.)

Mad79 13. Jul 2018

einfach mehr beton nehmen mit schwerbeton ist deine tonne gerade mal ein würfelchen mit...

Mr. T 13. Nov 2009

Egal wie seine Rechtschreibung ist - MR.G hat recht. Ich kenne ein riesiges...

bachelor 13. Nov 2009

Jo -> *prost*

XYZ UNGELÖST 13. Nov 2009

Gibt es in Krankenhäusern auch: Wie es dort funktioniert? Schwungräder werden am Laufen...

auch 13. Nov 2009

Klar gab es das schon früher und auch heute an vielen Stellen. E-Werke benutzen die...


Folgen Sie uns
       


Dragon Quest 11 - Test

Der 11. der Teil der Dragon-Quest-Reihe bleibt bei den Wurzeln der über 30 Jahre alten Serie und macht damit fast alles richtig.

Dragon Quest 11 - Test Video aufrufen
Athlon 200GE im Test: Celeron und Pentium abgehängt
Athlon 200GE im Test
Celeron und Pentium abgehängt

Mit dem Athlon 200GE belebt AMD den alten CPU-Markennamen wieder: Der Chip gefällt durch seine Zen-Kerne und die integrierte Vega-Grafikeinheit, die Intel-Konkurrenz hat dem derzeit preislich wenig entgegenzusetzen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. AMD Threadripper erhalten dynamischen NUMA-Modus
  2. HP Elitedesk 705 Workstation Edition Minitower mit AMD-CPU startet bei 680 Euro
  3. Ryzen 5 2600H und Ryzen 7 2800H 45-Watt-CPUs mit Vega-Grafik für Laptops sind da

Neuer Echo Dot im Test: Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen
Neuer Echo Dot im Test
Amazon kann doch gute Mini-Lautsprecher bauen

Echo Dot steht bisher für muffigen, schlechten Klang. Mit dem neuen Modell zeigt Amazon, dass es doch gute smarte Mini-Lautsprecher mit dem Alexa-Sprachassistenten bauen kann, die sogar gegen die Konkurrenz von Google ankommen.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
    Shine 3
    Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

    Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
    Ein Hands on von Ingo Pakalski

    1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

      •  /