IBM eröffnet neue Deutschlandzentrale in Ehningen

IBM Deutschland hat am 12. November 2009 seinen neuen Hauptsitz in Ehningen bei Stuttgart eingeweiht. Anwesend waren der IT-Chef der Bundesregierung, Hans Bernhard Beus, und Günther Oettinger (CDU), Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg.
Für die 8.000-Einwohner-Kommune bedeutete dies ein Glücksfall, aber auch ein "hartes Stück Arbeit" , sagte Bürgermeister Claus Unger. Gebaut werden musste eine vierspurige Gemeindestraße.
Ehningen, das schon vor dem Umzug der Deutschlandzentrale von Stuttgart-Vaihingen IBM-Standort war, bietet zudem Autobahn- und S-Bahn-Anschluss und eine schnelle Anbindung an den Flughafen, sagte Unger den Stuttgarter Nachrichten(öffnet im neuen Fenster) . Ob und wie sehr die Gewerbesteuereinnahmen durch den Ausbau der Ansiedlung steigen werden, sei unklar.
Der vierstöckige Neubau umfasst rund 12.000 Quadratmeter Büro- und Konferenzraum auf 4.500 Quadratmetern Fläche. Dort werden 3.000 Menschen arbeiten.
Die Beschäftigten haben keinen fest zugewiesenen Arbeitsplatz, sondern wählen für die anstehende Aufgabe den am besten geeigneten Schreibtisch aus. Damit will die Geschäftsführung die Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg fördern. IBM-Mitarbeiter sind zudem viel beim Kunden oder von zu Hause aus für die Firma aktiv.
Der IBM Campus umfasst die Deutschlandzentrale, die Vertriebsniederlassung für den Südwesten Deutschlands, das europäische IBM Automotive Center, ein Rechenzentrum und Konferenzräume für bis zu 600 Personen. Eine Photovoltaik-Anlage auf den Dachflächen dient der Energiegewinnung. Die Sanitäranlagen werden mit Regenwasser gespeist. Was aus dem alten Areal mit über 50.000 Quadratmeter Bürofläche, Fitnessstudio, Hubschrauberlandeplatz und Park wird, ist ungeklärt.



