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Körperliche Schäden durch Tippen auf dem Handy möglich

Ergonomen untersuchen Körperhaltung und Langzeitauswirkungen. Häufiges Tippen von Nachrichten auf dem Handy führt zu Nacken- und Rückenschmerzen, so die vorläufigen Ergebnisse einer US-Studie. So häufen sich nun auch bei jungen Menschen Überlastungsschäden, die sonst eher bei Erwachsenen nach langjähriger Arbeit an Computern erwartet werden.
/ Christian Klaß
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Junge Erwachsene zwischen 18 bis 21 Jahren schreiben lieber Textnachrichten mit dem Handy, als vom PC E-Mails zu versenden oder Telefonate zu führen. Die dabei eingenommene starre Schulter- und Rückenhaltung bei schnell bewegten Fingern ähnelt laut der US-Forscherin Judith Gold der bei der Bildschirmarbeit.

Gold lehrt im Fachbereich für Epidemiologie am College of Health Professions and Social Work der Temple University(öffnet im neuen Fenster). Dort leitet sie auch das Ergonomics and Work Physiology Laboratory. Anlässlich des jährlichen Treffens der American Public Health Association(öffnet im neuen Fenster) (APHA) stellte sie vorläufige Ergebnisse aus einer Studie zu körperlichen Schädigungen durch häufiges SMS-Schreiben vor.

Aus der Studie soll hervorgehen, dass die untersuchten College-Studenten umso mehr Schmerzen im Rücken und Nacken hatten, je mehr sie Textnachrichten am Handy schrieben. Zur Untersuchung wurden unter anderem Infrarotkameras, Bewegungsanalyse und Herzfrequenzmessung eingesetzt.

Zwar sei das Tippen am Handy für Ergonomie-Forscher noch ein relativ neues Feld, so Gold, "aber in Anbetracht der Ähnlichkeiten der Körperhaltung, könnten Erkenntnisse zu Überlastungsschäden durch Computer auch hier gelten". Aktuelle Studien zu Bildschirmarbeit zeigten, dass Bürokräfte für das Karpal-Tunnel-Syndrom, Bursitis (Schleimbeutelentzündung) und Tendinitis (Sehnenentzündungen) anfällig sind.

Wenn sie sich auf dem Campus umsehe, tippten dort alle Studenten auf ihren Handys herum. "Es ist die Altersgruppe, die am stärksten [Textnachrichten schreibt], deshalb ist es wichtig zu wissen, was für gesundheitliche Auswirkungen es geben könnte und ob Langzeitschäden verursacht werden", erklärt Gold. Sie will nun weiter forschen.


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