Mutmaßlicher Erpresser fühlte sich mit SchülerVZ fast einig

Stern beruft sich auf Exits Aussagen gegenüber der Polizei

Wie der Stern berichtet, hat der mutmaßliche SchülerVZ-Erpresser gegenüber der Polizei angegeben, vor seiner Festnahme in Berlin nahezu handelseinig mit dem Betreiber gewesen zu sein. Die VZ-Netzwerke bestreiten, dass Angebote finanzieller Art gemacht wurden.

Artikel veröffentlicht am ,

Der 20-jährige mutmaßliche Erpresser "Exit" hat laut Stern gegenüber der Polizei ausgesagt, dass bei dem Gespräch mit den VZ-Netzwerken ein Vertragsentwurf aufgesetzt worden sei. Auch der Geschäftsführer der VZ-Netzwerke habe der Zahlung der geforderten 80.000 Euro zugestimmt, sofern Exit auf die Forderungen der Firma eingehe.

Stellenmarkt
  1. IT Systemadministrator (m/w/d)
    KÖNIGSTEINER AGENTUR GmbH, Stuttgart
  2. IT-Anwendungsbetreuer (m/w/d)
    Scheidt & Bachmann Signalling Systems GmbH, Mönchengladbach
Detailsuche

Erst als sich der 20-Jährige geweigert habe, 17 Computeradressen [vermutlich sind IP-Adressen gemeint, Anm. d. Red.] von Nutzern preiszugeben, die auch im Besitz der von Exit gesammelten Daten sein sollen, habe VZ-Netzwerke die Polizei gerufen. Der Erlanger wurde daraufhin wegen versuchter Erpressung festgenommen.

Exit hat laut Stern mehr als zwei Millionen Datensätze aus den Social Networks von VZ-Netzwerke gesammelt. Er sei deshalb vom Technikchef der Firma kontaktiert worden. Aus einem von Exit gespeicherten Protokoll des Internetchats gehe laut Stern hervor, dass VZ-Netzwerke ihn mit Angeboten köderte: Wenn alle Daten gelöscht würden, "darf uns das auch was kosten". Laut Stern stellte Exit in diesem Chat laut Protokoll keinerlei finanzielle Forderungen.

Wie der Stern berichtet, bleiben die VZ-Netzwerke bei der Darstellung, dass niemals "Angebote finanzieller Art" gemacht worden seien. Exit habe von sich aus 80.000 Euro verlangt, woraufhin die Polizei verständigt worden sei, habe ein Mitarbeiter bei der Vernehmung ausgesagt. Auch der Spiegel hatte bereits in einem Bericht Details aus den Ermittlungsakten veröffentlicht, dabei ging es ebenfalls um ein Chatprotokoll.

Zum verstorbenen mutmaßlichen Erpresser schreibt der Stern in der Ankündigung seines gedruckten Artikels, der in der kommenden Donnerstagsausgabe erscheint: "[Exit], der von Hartz IV in einer 'Unterbringungswohnung' lebte und wegen etlicher kleinerer Internetgaunereien vorbestraft war, nahm sich in der Nacht zum 31. Oktober in Einzelhaft in der JVA-Plötzensee das Leben. Der 20jährige litt unter einer 'kombinierten Persönlichkeitsstörung', was auch den Ermittlern bekannt war."

Golem.de gehört wie die VZ-Netzwerke zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Webunternehmer 17. Jan 2010

Hallo zusammen, durch Zufall habe ich dieses Forum gefunden, weil mich persönlich, dass...

d3wd 12. Nov 2009

Jemand im IRC den Auth zu stehlen z.B. würde ich als "kleinere Internetgaunerei...

d3wd 12. Nov 2009

Gestresste leute hören nicht so gut zu. Vieleicht hätte man sich auch einfach häufiger...

d3wd 12. Nov 2009

Und da soll mal einer meinen auf Leserwünsche würde nicht eingegangen. Ehrlich- das mein...

firehorse 12. Nov 2009

Glauben kann Berge versetzen, Wissen und Weisheit entgegen nicht :D



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Akkutechnik
Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen

Preise steigen in einem Jahr von Rekordtief auf Rekordhoch. Das Angebot hält mit unerwartet hoher Nachfrage nach Lithium-Ionen-Akkus nicht mit.
Eine Analyse von Frank Wunderlich-Pfeiffer

Akkutechnik: Lithiumknappheit führt zu Rekordpreisen
Artikel
  1. Telekom: Firmen wollen private 5G-Netze gar nicht selbst betreiben
    Telekom
    Firmen wollen private 5G-Netze "gar nicht selbst betreiben"

    Laut Telekom wollen die Firmen in Deutschland ihre über 110 5G-Campusnetze nicht selbst führen. Doch es gibt auch andere Darstellungen.

  2. Smartphone-App: Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten
    Smartphone-App
    Digitaler Führerschein leidet unter enormen Schwierigkeiten

    Mit dem großen Andrang habe das Kraftfahrt-Bundesamt nicht gerechnet. Nun ist die App kaputt. Ein Update soll es richten.

  3. Blizzard: Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected
    Blizzard
    Reger Handel mit Gegenständen aus Diablo 2 Resurrected

    Besonders mächtige Ausrüstung aus Diablo 2 Resurrected wird auf Auktionsbörsen gehandelt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • 7 Tage Samsung-Angebote bei Amazon (u. a. SSDs, Monitore, TVs) • Samsung G5 32" Curved WQHD 144Hz 265€ • Räumungsverkauf bei MediaMarkt • Nur noch heute: Black Week bei NBB • Acer Nitro 23,8" FHD 165Hz 184,90€ • Alternate (u. a. Cooler Master Gaming-Headset 59,90€) [Werbung]
    •  /