• IT-Karriere:
  • Services:

DRM-Pläne der BBC vorerst auf Eis gelegt

Regulierungsbehörde verweigert bisher Zustimmung

Pläne der BBC, hochauflösende Fernsehsendungen mit DRM zu schützen, sind vorläufig an der britischen Medienregulierungsbehörde Ofcom gescheitert. Diese konnte beim geplanten DRM keinen Nutzen für die Verbraucher erkennen.

Artikel veröffentlicht am ,

Nach und nach will die BBC immer mehr Sendungen im frei empfangbaren Fernsehen in hoher Auflösung (HDTV) anbieten. Das Verständnis der BBC-Verantwortlichen davon, was genau "frei empfangbar" bedeutet, ist allerdings ungewöhnlich. Ein klein wenig digitales Rechtemanagement (DRM) gehöre zum HDTV schon dazu, wurde bei der BBC beschlossen. Der Medienregulierungsbehörde Ofcom präsentierte die Sendeanstalt deshalb den Plan, die Metainformationen zu HDTV-Sendungen nur verschlüsselt auszustrahlen. Ohne diese Metainformationen können die für das HDTV benötigten Set-Top-Boxen das Fernsehsignal nicht auswerten.

Stellenmarkt
  1. Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe, Münster
  2. finanzen.de, Berlin

Zur Begründung führte die BBC an, die DRM-Maßnahmen seien nötig, um die Piraterie zu bekämpfen. In einem BBC-Statement dazu hieß es: "Die Rechteinhaber der HD-Inhalte erwarten einen gewissen Grad an Inhaltemanagement im frei empfangbaren HDTV. Deshalb haben die Sendeunternehmen anerkannt, dass eine Form des Kopierschutzes nötig ist."

Anders als von der BBC erwartet, zeigte sich die Ofcom nach einer öffentlichen Konsultation nicht von der Idee angetan und verweigerte ihre Zustimmung. Die bei der Ofcom eingegangenen Kommentare waren zu einem großen Teil äußerst ablehnend gegenüber den BBC-Plänen. So warnte etwa der in der Open-Source-Community bekannte Autor Glyn Moody davor, dass "der vorgeschlagene Schutzmechanismus niemanden und keine Organisation von einer absichtlichen Umgehung abhalten wird. Stattdessen werden rechtstreue Bürger darunter leiden, die beispielsweise HD-Inhalte auf ihrem PC mit Open-Source-Software ansehen wollen."

Als öffentlich-rechtliches Unternehmen, das durch Abgaben finanziert wird, ist die BBC auf die Zustimmung der Ofcom angewiesen. Die DRM-Pläne müssen deshalb bis auf weiteres auf Eis gelegt werden.

Das Freeview genannte HDTV-Programm der BBC soll im kommenden Monat starten. Bis dahin muss klar sein, welche Signale die Set-Top-Boxen wie auszuwerten haben. Alle gegebenenfalls eingesetzten Verschlüsselungs- und DRM-Verfahren müssen von den Herstellern der Boxen unterstützt werden. Um die entsprechende Firmware für die Boxen zu entwickeln, benötigen die Hersteller Zeit und klare Spezifikationen der Verfahren. Ohne das Okay der Ofcom werden die Hersteller die Entwicklung der Software kaum rechtzeitig abschließen können. Ob die BBC dann trotzdem den HD-Sendebetrieb aufnehmen wird, ist noch nicht absehbar. [von Robert A. Gehring]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-40%) 32,99€
  2. 20,49€
  3. 4,65€

Netizen 1138 12. Nov 2009

"Ich schau seit 2 Wochen nichts mehr und bin Froh nicht mehr mit Werbung und Schlechtem...


Folgen Sie uns
       


Motorola Razr (2019) - Hands on

Das neue Motorola Razr lässt sich wie das alte Razr V3 zusammenklappen - das Display ist allerdings faltbar und geht über die gesamte Innenfläche des Smartphones.

Motorola Razr (2019) - Hands on Video aufrufen
Concept One ausprobiert: Oneplus lässt die Kameras verschwinden
Concept One ausprobiert
Oneplus lässt die Kameras verschwinden

CES 2020 Oneplus hat sein erstes Konzept-Smartphone vorgestellt. Dessen einziger Zweck es ist, die neue ausblendbare Kamera zu zeigen.
Von Tobias Költzsch

  1. Bluetooth LE Audio Neuer Standard spielt parallel auf mehreren Geräten
  2. Streaming Amazon bringt Fire TV ins Auto
  3. Thinkpad X1 Fold im Hands-off Ein Blick auf Lenovos pfiffiges Falt-Tablet

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  2. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad
  3. Apex Pro im Test Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

Energiewende: Norddeutschland wird H
Energiewende
Norddeutschland wird H

Japan macht es vor, die norddeutschen Bundesländer ziehen nach: Im November haben sie den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft beschlossen. Die Voraussetzungen dafür sind gegeben. Aber das Ende der Förderung von Windkraft kann das Projekt gefährden.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Energiewende Brandenburg bekommt ein Wasserstoff-Speicherkraftwerk
  2. Energiewende Dänemark plant künstliche Insel für Wasserstofferzeugung
  3. Energiewende Nordländer bauen gemeinsame Wasserstoffwirtschaft auf

    •  /