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Freenet verliert über zehn Prozent der Mobilfunkkunden

Unternehmen lässt weniger lukrative Verträge auslaufen. Trotz Gewinn- und Umsatzrückgang und weniger Mobilfunkkunden ist Freenet-Chef Christoph Vilanek optimistisch. Der Schuldenabbau schreite durch den Verkauf von Unternehmensteilen voran, Freenet sei mit der Restrukturierung des Unternehmens auf dem richtigen Weg.
/ Achim Sawall
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Der Mobilfunkprovider Freenet hat im dritten Quartal einen Rückgang der Mobilfunkkunden um über zehn Prozent auf 17,6 Millionen verzeichnet. Das Unternehmen habe weniger lukrative Verträge auslaufen lassen, von Freenet als "kundenwertorientierte Geschäftssteuerung" bezeichnet. Die Hamburger besitzen kein eigenes Netz, sondern kaufen Kapazitäten bei den vier Netzbetreibern.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (Ebitda) Freenets sank von 98,2 Millionen Euro auf 79 Millionen Euro. Der Umsatz fiel um 8,5 Prozent auf 930 Millionen Euro, lag damit aber immer noch über den Analystenerwartungen von 899 Millionen Euro. Das Konzernergebnis sackte von 140,2 Millionen Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf nur noch 2,1 Millionen Euro.

Konzernchef Christoph Vilanek zeigte sich dennoch zufrieden mit der Entwicklung. In den ersten neun Monaten 2009 habe Freenet einen operativen Cashflow von 257,4 Millionen Euro erwirtschaftet und die Nettofinanzschulden um 163,8 Millionen Euro auf jetzt 162,1 Millionen Euro verringert. "Dass der Erfolg unserer Maßnahmen mittlerweile auch in den Zahlen sichtbar ist, zeigt, dass wir mit der strategischen Neuausrichtung und Restrukturierung des Unternehmens auf dem richtigen Weg sind" , sagte Vilanek.

Die United-Internet-Tochter 1&1 kaufte im Mai 2009 das DSL-Geschäft von Freenet für rund 123 Millionen Euro. Im Gegenzug wurde Freenet zum Premium-Vertriebspartner für DSL-Produkte von 1&1. Durch die Zahlungen des Großaktionärs United Internet, die zum Großteil erst im laufenden vierten Quartal erfolgen würden, will Vilanek die Schulden weiter reduzieren.

Mit dem Verkauf des Webhosters Strato könnten weitere 300 Millionen Euro eingenommen werden. Hier gilt die Deutsche Telekom als Interessentin .


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