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Fab-Tour: In der Wiege der Phenoms

Noch viel AMD in Globalfoundries

Da die Produktion selbst vollautomatisch abläuft, sind die Arbeiter vor allem mit Überwachung und Reparatur der Tools beschäftigt. Unter Reinraumbedingungen ist das jedoch nicht einfach. Sämtliches Werkzeug, alle Ersatzteile müssen vor Einsatz gesäubert werden und dürfen die Reinräume dann nicht mehr verlassen. Die Tools selbst werden bei einem größeren Defekt schlicht stillgelegt: Sie aus dem Reinraum zu entfernen und außerhalb zu reparieren, würde sie so kontaminieren, dass sie hinterher unbrauchbar sind.

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Obwohl die Chipbranche stets unter Zeitdruck steht, herrscht im Reinraum der Fab 1 verdächtige Ruhe: Niemand läuft, alle Bewegungen geschehen mit Bedacht. Das liegt nicht nur an der eingeschränkten Bewegungsfreiheit in der Arbeitskleidung, den "Bunny Suits". Jede Erschütterung der Tools kann Dutzend Wafer zerstören und die Produktion aufhalten. Würde ein Arbeiter gegen eine der Maschinen rumpeln, wären unter Umständen hunderttausende US-Dollar verloren.

Besucher im Bunny Suit
Besucher im Bunny Suit
Außerdem will niemand ins Schwitzen kommen, denn die Arbeitskleidung ist kaum atmungsaktiv und die Luft staubtrocken. Daher gibt es auch mehrere Wasserstationen, in denen die Arbeiter trinken können - essen ist logischerweise streng verboten. Eine Schicht dauert zwölf Stunden, die Fab arbeitet rund um die Uhr. Um dabei auf eine 40-Stunden-Woche zu kommen, gibt es folgendes Schema: vier Tage Arbeit, drei Tage frei, drei Tage Arbeit, vier Tage frei.

Zu einer Zwölf-Stunden-Schicht gehören anderthalb Stunden Pause, in der man den Reinraum auch verlassen kann, dabei kommt aber nur die äußere Schicht der Arbeitskleidung ab. Daher sieht man bei Globalfoundries auch noch jede Menge Grüppchen, die vom Werkssport zu kommen scheinen: weißes T-Shirt mit AMD-Logo und grüne Jogginghosen sind dort ganz normal. Diese beiden Teile stellen die untere Schicht der Reinraumuniform dar.

Das Endprodukt, der Wafer  im Materiallabor
Das Endprodukt, der Wafer im Materiallabor
Wer in den Reinraum will, darf von seinen eigenen Kleidungsstücken nur die Unterwäsche anbehalten. Alles andere bleibt in einem Spind. Nach dem Anlegen des Sportdress kommt der eigentliche Anzug, der außer dem bekannten Overall noch aus Schuhen, einer Haube, Haarnetz, Mundschutz und Handschuhen besteht. Genauer: aus zwei Handschuhen, die inneren sind aus Stoff, die äußeren aus Latex.

Sämtliche Teile des Reinraumanzuges bleiben nach Gebrauch im Umkleidebereich und werden sofort in die Reinigung gegeben, die ebenfalls in der Fab erfolgt. Für die Reinigung des Personals ist dieses selbst verantwortlich, denn natürlich gibt es Duschen - deren Benutzung ist schon nach zwei Stunden im Bunny Suit sehr empfehlenswert.

 Fab-Tour: In der Wiege der Phenoms
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Lorelai 14. Nov 2009

Das kann ich mir vorstellen. Auch von mir ein großes Dankeschön! Chocolate? * Regards...

WilliWonker 13. Nov 2009

(hihi)

Anonym0us 13. Nov 2009

RULES 1+2 newfags =)

dread 12. Nov 2009

Außerdem ist direkt schreiben für ein Massenprodukt nicht nötig, weswegen der nächste gro...

Hmmmmmmmmm 12. Nov 2009

FAIL! Schweiz gehört nicht zur EU! Aber die EU ist etwas anderes als Europa!


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