Abo
  • Services:

Fab-Tour: In der Wiege der Phenoms

Automatische Produktion mit Wafer-Eisenbahn

Im Prinzip läuft die Produktion der Wafer vollautomatisch ab. Die kostbaren Scheiben werden von "Vehicles" im Paket von Tool zu Tool gebracht. Diese Wägelchen werden über ein Schienensystem an der Decke transportiert und können sich mit bis zu zwei Metern pro Sekunde bewegen. Das Schienensystem verfügt über Weichen, Umkehrpunkte und Wartebereiche - ganz wie bei einer Modelleisenbahn.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

Im Inneren der Vehikel haben die Wafer eine nochmals reinere Atmosphäre als im Reinraum selbst. Dieser ist nach Klasse 100 ausgelegt, es gibt also pro Quadratfuß maximal 100 Partikel. In den Vehikeln und den Tools selbst ist es stets nur ein Partikel, oder Klasse 1.

Schon um Klasse 100 zu erreichen, muss die Luft des gesamten Reinraums 80-mal pro Stunde ausgetauscht werden. Die Lüftung sorgt dabei für ein konstantes Geräusch, das selbst die Tools und das Transportsystem übertönt. Das dürfte wesentlich zum Stressfaktor für die Arbeiter in den Reinräumen beitragen.

Arbeiter im Kupferbereich mit roter Markierung
Arbeiter im Kupferbereich mit roter Markierung
Die größten der Tools sind die "Stepper", in denen die einzelnen Lagen der Chips hergestellt werden. Bis zu 50 Schritte, oder Steps, kann ein Stepper durchführen. Die Geräte haben das Format eines Kleinbusses und kosten je nach Ausführung zwischen 20 und 40 Millionen US-Dollar. Neben der Infrastruktur der Fab selbst sind diese Tools ein wesentlicher Grund, warum eine moderne Halbleiterfabrik nicht mehr unter 2 Milliarden US-Dollar zu bauen ist - und auch nicht ohne staatliche Förderung, wie das auch in Dresden der Fall war. Dafür gibt es nun 2.600 Arbeitsplätze, 700 davon sind von Hochschulabsolventen besetzt.

Gelbe Beleuchtung im Litho-Bereich
Gelbe Beleuchtung im Litho-Bereich
Eine Besonderheit der Fab 1 ist die Verwendung von Kupfer. Das Edelmetall kann Silizium leicht verunreinigen, auch wenn nur feinste Stäube in ein Tool gelangen. Deshalb tragen die Arbeiter, die im Kupferbereich arbeiten, rote Markierungen an ihren Anzügen: Sie dürfen nicht in andere Bereiche der Fabrik.

Die auf einigen Bildern zu sehende gelbe Beleuchtung ist ein Standardverfahren für die Bereiche, in denen belichtet wird. Weißes Licht, also mit einem umfassenderen Spektrum, könnte einige der Materialen wie Fotolacke zum vorzeitigen Reagieren bringen, was es zu vermeiden gilt. In anderen Zonen der Fab 1 gibt es jedoch sogar Fenster mit Blick auf die ländliche Umgebung von Dresden. Angesichts der sonst vorherrschenden grellen Neonbeleuchtung ist das fast schon Luxus.

 Fab-Tour: In der Wiege der PhenomsFab-Tour: In der Wiege der Phenoms 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Ultimate Ears BOOM 2 84€)
  2. (u. a. Roomba e5 399€)
  3. (u. a. Chihiros Reise ins Zauberland - Studio Ghibli Blu-Ray Collection 12,97€)

Lorelai 14. Nov 2009

Das kann ich mir vorstellen. Auch von mir ein großes Dankeschön! Chocolate? * Regards...

WilliWonker 13. Nov 2009

(hihi)

Anonym0us 13. Nov 2009

RULES 1+2 newfags =)

dread 12. Nov 2009

Außerdem ist direkt schreiben für ein Massenprodukt nicht nötig, weswegen der nächste gro...

Hmmmmmmmmm 12. Nov 2009

FAIL! Schweiz gehört nicht zur EU! Aber die EU ist etwas anderes als Europa!


Folgen Sie uns
       


Offroad mit dem Audi E-Tron

Mit dem neuen Audi E-Tron fährt es sich leicht durch unwegsames Gelände.

Offroad mit dem Audi E-Tron Video aufrufen
Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

IMHO: Valves Ka-Ching mit der Brechstange
IMHO
Valves "Ka-Ching" mit der Brechstange

Es klingelt seit Jahren in den Kassen des Unternehmens von Gabe Newell. Dabei ist die Firma tief verschuldet - und zwar in den Herzen der Gamer.
Ein IMHO von Michael Wieczorek

  1. Artifact im Test Zusammengewürfelt und potenziell teuer
  2. Artifact Erste Kritik an Kosten von Valves Sammelkartenspiel
  3. Virtual Reality Valve arbeitet an VR-Headset und Half-Life-Titel

Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

    •  /