GPL-Verletzungen an der Tagesordnung

Software Freedom Law Center: Durchschnittlich täglich Verletzungen der GPL

Der technische Direktor des Software Freedom Law Centers (SFLC), Bradley Kuhn, moniert, seine Organisation entdecke fast täglich Verletzungen der GNU General Public License (GPL). Und er macht Vorschläge, was dagegen zu tun ist.

Artikel veröffentlicht am ,

Oft sind Lizenzverletzungen nicht beabsichtigt, erläutert Kuhn in seinem Blog, sondern geschehen schlicht aus Nachlässigkeit oder gar Unwissenheit. Deshalb sollte das Vorgehen gegen Lizenzbrüche nicht gleich in der Öffentlichkeit stattfinden. Stattdessen sollte dem Übertreter zunächst eine günstige Auslegung der Umstände eingeräumt werden, so Kuhn.

Stellenmarkt
  1. Software Developer (m/w/d) eMobility
    ABL GmbH, Lauf a. d. Pegnitz / bei Nürnberg
  2. IT-Softwareingenieur*in (m/w/d)
    Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
Detailsuche

Da Lizenzverletzungen an der Tagesordnung sind, bringe es nichts, jede einzelne Übertretung publik zu machen oder gar mit einer Klage zu ahnden. Vielmehr sollten Firmen über die Zeit durch Hinweise immer wieder auf ihre Verantwortung gegenüber den Lizenzbestimmungen der Open-Source-Gemeinschaft hingewiesen werden, schreibt Kuhn in seinem Blog.

Mehr Aufklärungsbedarf

Kuhn sieht in den meisten GPL-Verletzern sogar potenzielle Mitwirkende an Open-Source-Projekten und vertritt deshalb, wie auch das gesamte SFLC, in erster Linie einen konfrontationslosen, aufklärerischen Kurs bei Lizenzverletzungen.

Indes werden Klagen meist außergerichtlich beigelegt. Öfter reagieren Firmen bereits im Vorfeld, wenn sie auf die Lizenzverletzungen hingewiesen werden. Das war beispielsweise der Fall, als in einem Tool von Microsoft vermeintlich unter die GPL-Lizenz gestellte Codeschnipsel auftauchten. Das für Windows entwickelte Tool USB/DVD Download enthielt ähnlichen Quellcode wie der unter die GPL gestellte Software ImageMaster.

Golem Karrierewelt
  1. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    08./09.11.2022, virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    06.10.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Obwohl letztendlich der Beweis einer Lizenzübertretung nicht ganz erbracht werden konnte, reagierte Microsoft und entfernte das Werkzeug von seiner Webseite, um der Sache nachzugehen. Solche Erfolge veranlassten Kuhn, seine Richtlinien zusammenzufassen und Entwicklern zur Verfügung zu stellen, die Lizenzverletzungen an ihrer Arbeit befürchten. Für Firmen, die GPL-Code einsetzen wollen, veröffentlichte das SFLC eine Anleitung.

Das SFLC setzt sich seit seiner Gründung 2005 kostenlos für die Rechte der Programmierer ein, die ihre Software unter die GPL stellen. Die Organisation machte sich in den Jahren 2007 und 2008 einen Namen, indem sie gegen die massenhaften Lizenzverletzungen bei der Nutzung der Busybox-Tools vorging. Damals einigten sich unter anderem die Firmen Verizon und Monsoon außergerichtlich mit den von dem SFLC vertretenen Klägern Erik Andersen und Rob Landley, den Entwicklern der kompakten Werkzeugsammlung.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Murks_ 12. Nov 2009

-----------------------------------------------------------------> Das Problem dabei ist...

fudrucker 11. Nov 2009

Genau solche Kommentare schüren meine Verachtung für die GPL. Die typischen ideologischen...

Mainboarder 11. Nov 2009

Mit dem Unterschied, dass man für den telefonischen Support jedoch gezahlt hat.

wand 11. Nov 2009

"Nur wenn du die entsprechende Software unverändert einbindest. Bei Änderungen wirkt sie...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Streit mit Magnus Carlsen
Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben

Schachweltmeister Magnus Carlsen wirft dem Großmeister Hans Niemann Betrug vor - eine neue Untersuchung stärkt die Vorwürfe.

Streit mit Magnus Carlsen: Schachgroßmeister Niemann soll über 100 Mal betrogen haben
Artikel
  1. Airpods Pro 2 im Test: Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus
    Airpods Pro 2 im Test
    Apple schaltet Lärm und Konkurrenz aus

    Mit sinnvollen Änderungen sind die Airpods Pro 2 das Beste, was es derzeit an ANC-Hörstöpseln gibt. Aber Apples kundenfeindliche Borniertheit nervt.
    Ein Test von Ingo Pakalski

  2. Vodafone und Telekom: Zwei Netzbetreiber melden Datenrekord auf Oktoberfest
    Vodafone und Telekom
    Zwei Netzbetreiber melden Datenrekord auf Oktoberfest

    Die Telekom liegt beim Datenvolumen klar vor Vodafone. Es gab in diesem Jahr besonders viel Roaming durch ausländische Netze.

  3. Dr. Mike Eissele: Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben
    Dr. Mike Eissele
    "Es kann immer wieder technologische Revolutionen geben"

    Chefs von Devs Teamviewer-CTO Dr. Mike Eissele gibt einen tiefen Einblick, wie man sich auf eine Arbeitswelt ohne Bildschirme vorbereitet.
    Ein Interview von Daniel Ziegener

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Inno3D RTX 3090 Ti 1.199€, MSI B550 Mainboard 118,10€, LG OLED 48" 799€, Samsung QLED TVs 2022 (u. a. 65" 899€, 55" 657€) • Alternate (Acer Gaming-Monitore) • MindStar (G-Skill DDR4-3600 16GB 88€, Intel Core i5 2.90 Ghz 99€) • 3 Spiele für 49€ [Werbung]
    •  /