Nvidia soll mit Transmeta-Entwicklern an x86-CPUs arbeiten

Neue Gerüchte zum Einstieg ins Prozessorgeschäft

Nach einigen Monaten der Ruhe um die angeblichen Prozessorpläne von Nvidia sorgen nun Aussagen eines US-Analysten für neue Spekulationen. Demnach soll Nvidia klammheimlich ehemalige Entwickler von Transmeta eingestellt haben, um eigene x86-Prozessoren zu bauen. Pikant: Die Reste von Transmeta stehen erneut zum Verkauf.

Artikel veröffentlicht am ,

Das US-Fachblatt EE Times zitiert den Analysten Doug Freedman, der für die Investmentbank Broadpoint AmTech tätig ist: "Wir glauben, dass Nvidia in das Geschäft mit x86-Prozessoren einsteigen könnte". Weitere Nahrung bekommt diese Theorie nur durch einen weiteren Satz der EE Times, der offenbar auf eigener Recherche basiert und nicht Freedman zugeschrieben wird. Das Blatt berichtet, Nvidia habe, ohne großes Aufsehen zu erregen, Entwickler von Transmeta eingestellt.

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Transmeta war nach fünfjähriger Entwicklung Anfang 2000 das letzte Unternehmen, das sich an ein von Grund auf neues Prozessordesign mit x86-Kompatibilität gewagt hatte. Das Konzept sah vor, x86-Befehle in eigenen Code umzusetzen und diesen dann schneller auszuführen als mit dedizierten Funktionseinheiten. Zuerst konnte Transmeta mit den so gebauten Prozessoren "Crusoe" und "Efficeon" Achtungserfolge erzielen, sie wurden unter anderem in Notebooks von Sony verbaut. Die Rechenleistung blieb jedoch stark hinter den Erwartungen zurück.

x86-Lizenz über Transmeta-Patente?

Danach folgte ein langes Siechtum des Unternehmens, das ständig Angestellte entließ, bis es schließlich Ende 2008 an den Videochip-Entwickler Novafora verkauft wurde. Zuvor waren Teile der Entwicklungen schon an AMD übergegangen, zudem hatte sich Transmeta einen langen Rechtsstreit mit Intel geliefert. Eine direkte x86-Lizenz hatte das Unternehmen nie erhalten, sah aber viele seiner Eigenentwicklungen von Intel verletzt. Ende 2007 wurde die Auseinandersetzung beigelegt und Intel verpflichtete sich zu Zahlungen von insgesamt 250 Millionen US-Dollar.

In der anscheinend legal genutzten x86-Technik könnte auch die Verbindung zwischen Nvidia und Transmeta liegen - sofern die Exentwickler noch eigene Patente halten. Derzeit liegen nämlich wiederum Intel und Nvidia im Clinch um Prozessorbusse, nicht einmal um x86-Befehlssätze oder Ähnliches. Eventuell will sich Nvidia x86-Rechte auf einem ähnlichen Umweg besorgen, wie einst VIA, welches Cyrix (M1, MII) komplett und Teile von IDT (Winchip) übernommen hatte und seitdem x86-Chips fertigen kann. In den 1990er Jahren hatte Intel seine Prozessortechnologien an zahlreiche Unternehmen lizenziert, darunter auch IBM.

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Der letzte Besitzer der Transmeta-Erfindungen, Novafora, ist inzwischen auch aus dem Geschäft. Wie unter anderem noch bei Techcrunch in Auszügen der passwortgeschützten Novafora-Webseite nachzulesen ist, suchte das Unternehmen zuletzt einen Käufer. Stichtag dafür: der 30. Oktober 2009, also nur wenige Tage vor der Meldung der EE Times. Wer den Zuschlag für Novafora erhalten hat, ist bisher nicht bekannt.

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notan 05. Nov 2009

Da Transmeta damals am Crusoe eigentlich auch nur einen RISC hatte, der den x86 nur...

unsubstantiiert 05. Nov 2009

dann war der von Nvidia angekündigte Ausstieg aus dem Chipsatzmarkt eine Nebelkerze oder...

dddsafff 05. Nov 2009

Duallizenzierung

Larabi 05. Nov 2009

Larabee sind Pentium Kerne. Also setzen 6



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