Ende des Rechtsstreits um Skype-Verkauf in Sicht

Die Firmengründer Niklas Zennström und Janus Friis, die den Verkauf von Skype an eine Investorengruppe durch eine einstweilige Verfügung verhindern wollen, haben offenbar eine Einigung mit der Investorengruppe erzielt. Das Wall Street Journal berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass Zennström und Friis erreicht haben, dass einer der Finanzinvestoren zu ihren Gunsten aus dem Übernahmekonsortium ausscheidet.
Getroffen hat es Index Ventures Management, wo Mike Volpi, der Investmentmanager, der den Milliardendeal anführte, als Partner in der Führung sitzt. Er soll laut Zennström und Friis Informationen genutzt haben, die er aus der Zusammenarbeit mit den Gründern erlangt hat. Volpi war zuvor Chef bei der Onlinevideofirma Joost, die Zennström und Friis gehört. Die Gründer hatten ebenfalls Pläne, den VoIP-Betreiber Skype von eBay zurückzukaufen. Doch Volpi war schneller.
Die Einigung könnte noch im Laufe dieser Woche bekanntgegeben werden, hieß es weiter. Zennstrom und Friis bekämen danach einen Anteil an Skype, dessen Höhe noch nicht bekannt sei. Zudem sei den Gründern mindestens ein Sitz im Aufsichtsrat der Firma sicher. Zugleich würden die Patentrechtsklagen gegen eBay fallengelassen. Ob auch der Rechtsstreit mit Volpi und Index Ventures beigelegt wird, sei unklar, so die Zeitung weiter.
EBay hatte den Verkauf von Skype am 1. September 2009 offiziell bekanntgegeben. Der Auktionsplattformbetreiber hatte 1,9 Milliarden US-Dollar für einen Anteil von 65 Prozent vereinbart. Käufer war eine Gruppe von Venture-Capital- und Private-Equity-Unternehmen unter der Führung von Silver Lake, zu denen auch Andreessen Horowitz und Canada Pension Plan (CPP) Investment gehörten. EBay hatte für Skype 2005 einen Betrag von 2,6 Milliarden US-Dollar an Zennström und Friis gezahlt.