Abo
  • Services:

Strafverteidiger äußert Zweifel an SchülerVZ-Erpressung

VZ-Netzwerke weisen Vorwürfe der Strafverteidigung zurück

Der Chef der VZ-Netzwerke, Markus Berger-de León, hat Vorwürfe des Anwalts des SchülerVZ-Datenkopierers "Exit" als "ebenso unglaublich wie haltlos" zurückgewiesen. Ulrich Dost hatte in einer Pressemitteilung von Hinweisen gesprochen, denen zufolge "eine Erpressung nicht versucht wurde."

Artikel veröffentlicht am ,

Die Staatsanwaltschaft hatte auch gegenüber Golem.de bestätigt, dass der auch unter dem Spitznamen Exit ("3x1t") aufgetretene 20-jährige Programmierer eine versuchte Erpressung gestanden habe. Exit forderte laut den VZ-Netzwerken nach einer Datenkopieraktion eine Anzahlung von 20.000 Euro und eine Gesamtsumme von 80.000 Euro - andernfalls werde er die aus SchülerVZ, MeinVZ und StudiVZ ausgelesenen halböffentlichen Daten nach Osteuropa verkaufen.

Inhalt:
  1. Strafverteidiger äußert Zweifel an SchülerVZ-Erpressung
  2. Strafverteidiger äußert Zweifel an SchülerVZ-Erpressung

In seinem Blog hatte Exit bereits zuvor von einem zahlungswilligen Kunden gesprochen, der an der Weiterentwicklung seines VZ-Crawlers interessiert gewesen sei. Die Staatsanwaltschaft konzentrierte sich jedoch auf die versuchte Erpressung, da, so ihre Begründung, in Bezug auf die Datenkopieraktion zu viele Fragen offen seien. Die VZ-Netzwerke sehen das Auslesen der für andere Mitglieder einsehbaren Mitgliedsdaten zumindest als Verletzung der VZ-Benutzungsbedingungen.

Schlagabtausch nach Exits Selbstmord

Nachdem sich Exit am Morgen des 31. Oktober 2009 in der Haft überraschend und ohne Abschiedsbrief das Leben genommen hatte, zeigten sich die VZ-Netzwerke bestürzt. Am 3. November 2009 reagiert nun Exits Anwalt Ulrich Dost in einer Pressemitteilung mit scharfer Kritik - nicht nur an den Medien, die fälschlich von einem Datenklau berichteten, sondern auch an den VZ-Netzwerken. Und er versucht, den Ruf des jungen Programmierers wiederherzustellen.

Dost berichtet von nicht näher beschriebenen Hinweisen, dass eine Erpressung nicht versucht worden sei. Dost: "Vor der Bezifferung eines Betrages durch Exit soll ein unbeziffertes Zahlungsangebot durch Mitarbeiter des Unternehmens gemacht worden sein. Wenn dem so gewesen ist, lag Zahlungsbereitschaft seitens des Unternehmens vor, die folglich nicht mit einer Drohung erzwungen werden musste. Ein Freispruch wäre im Falle eines Strafverfahrens durchaus zu erwarten gewesen."

Stellenmarkt
  1. Alfred Kärcher SE & Co. KG, Winnenden bei Stuttgart
  2. SEG Automotive Germany GmbH, Stuttgart-Weilimdorf

Aus Sicht der Strafverteidigung hätten sich, so Dost, Fragen gestellt, die Gegenstand der Beweisaufnahme im Strafverfahren geworden wären. "So etwa die Frage, ob das Unternehmen [Exit] ein Schweigegeld angeboten hat, um das Aufdecken von 'Sicherheitslücken' der Plattform in der Öffentlichkeit verhindern zu können."

Die VZ-Netzwerke weisen Dosts Vorwürfe im eigenen Blog scharf zurück. "Die Vorwürfe des Anwalts Ulrich Dost sind ebenso unglaublich wie haltlos. Die Beurteilung und Handhabung des Falls lag und liegt aber bei den zuständigen Behörden", so Firmenchef Markus Berger-de León. "Gleichzeitig möchten wir unsere Bestürzung über diese Tragödie ausdrücken. Wir sprechen allen Angehörigen unser tiefstes Beileid aus."

Strafverteidiger äußert Zweifel an SchülerVZ-Erpressung 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 59,98€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 12.10.)
  2. 33,49€
  3. (-82%) 8,88€
  4. 4,99€

augenbraue 09. Nov 2009

Umgangssprachlich ist es doch völlig geläufig und normal, wenn von einem "Besitz...

Aufmerksamer Leser 09. Nov 2009

Klar, schöne heile Welt. Ihr glaubt wohl selber nicht, was Ihr hier schreibt. Wenn...

Treadmill 06. Nov 2009

Da habe ich wohl aus Versehen die Hälfte vergessen. Was ich schreiben wollte war: Im...

Tommy Bang Bang 05. Nov 2009

log_2009-10-17_:08:06 -|- exit^ [~exit@s1.eva.3x1t.net] has joined #channel log_2009-10...

O.M. 05. Nov 2009

Ich würde sagen: Nein. Captchas verhindern keinen unbefugten Zugang und sind auch nicht...


Folgen Sie uns
       


Vayyar Smart Home - Hands on

Vayyar hat auf der Ifa 2018 Vayyar Home vorgestellt. Die Box kann in einem Raum eine gestürzte Person erkennen und Hilfe rufen.

Vayyar Smart Home - Hands on Video aufrufen
Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


    iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
    iOS 12 im Test
    Auch Apple will es Nutzern leichter machen

    Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
    Ein Test von Tobias Költzsch

    1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
    2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

    Oldtimer-Rakete: Ein Satellit noch - dann ist Schluss
    Oldtimer-Rakete
    Ein Satellit noch - dann ist Schluss

    Ursprünglich sollte sie Atombomben auf Moskau schießen, dann kam sie in die Raumfahrt. Die Delta-II-Rakete hat am Samstag ihren letzten Flug.
    Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

    1. Stratolaunch Riesenflugzeug bekommt eigene Raketen
    2. Chang'e 4 China stellt neuen Mondrover vor
    3. Raumfahrt Cubesats sollen unhackbar werden

      •  /