Abo
  • Services:

Strafverteidiger äußert Zweifel an SchülerVZ-Erpressung

Exit und die Medien

Exit hatte bereits vor seiner Reise zu den SchülerVZ-Betreibern sehr offen über seinen Crawler und dessen Funktion geschrieben - und gegenüber Netzpolitik.org vor seiner Fahrt zu den VZ-Netzwerken auch freimütig zugegeben, VZ-Accounts gephisht zu haben. Näheres dazu konnte aber wegen der Festnahme nicht mehr in Erfahrung gebracht werden.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Berlin
  2. OKI EUROPE LIMITED, Branch Office Düsseldorf, Düsseldorf

Dost bemängelt, dass in vielen Medienberichten Exit als Mensch und seine wirklichen Motive beim Programmieren eines Crawlers keine Rolle gespielt hätten. Dost habe Exit "im Bereich IT als außerordentlich begabten jungen Mann kennen gelernt, der beim Programmieren und Anwenden dieses Crawlers seine Fähigkeiten austestete, aber ohne jeden kriminellen Hintergrund handelte."

"Ich bedauere zutiefst, dass [Exit] aus dem Leben gegangen ist. Keine Lebenssituation ist ein solcher Schritt wert", so Dost. "Gemeinsam mit ihm hatte ich für eine Verfahrensbeendigung und seine Zukunft als Datenexperte kämpfen wollen. Ich hätte ihn mir als anerkanntes Mitglied unserer Gesellschaft in einem Job als Programmierer von Sicherheitsprogrammen gut vorstellen können."

Datenkopieren statt Datenklau

Dost stellt klar, dass Exit mit seinem Crawler keinen Datenklau betrieben habe: "Ein Ausspähen von Daten im strafrechtlichen Sinn ist nur dann gegeben, wenn die Daten besonders gesichert sind und sie sich ein Unbefugter durch Überwindung der Zugangssicherung verschafft."

Die hier relevanten Daten seien jedoch von den Nutzern selbst, offen einsehbar für jedermann ins Netz gestellt und nicht verschlüsselt worden - entsprechend könnten sie nicht ausgespäht werden. Die VZ-Netzwerke argumentieren, dass die Daten nur für Mitglieder einsehbar waren und eben nicht im gesamten Netzwerk.

Eine Ermittlung wegen Ausspähung von Daten auch als Rechtsbruch nach Paragraf 202a des Strafgesetzbuches (StGB) wurde von der Staatsanwaltschaft laut Dost nicht eingeleitet.

Wo sind die Daten?

Ebenfalls offen bleibt, wo und bei wem die von Exit verbreiteten, über eine Million Datensätze von meist minderjährigen SchülerVZ-Nutzern überall liegen. Exit gab im eigenen Blog an, dass 17 Downloads von seinem Server erfolgt seien.

Die VZ-Netzwerke gehören wie Golem.de zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.

 Strafverteidiger äußert Zweifel an SchülerVZ-Erpressung
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. Nintendo Switch Grau für 289€, Filmneuheiten, Saug- und Mähroboter, Philips Hue...
  2. (u. a. Samsung Galaxy A6 für 179€ und reduzierte Spiele)
  3. 34,99€ (Bestpreis!)
  4. 33€ (Bestpreis!)

augenbraue 09. Nov 2009

Umgangssprachlich ist es doch völlig geläufig und normal, wenn von einem "Besitz...

Aufmerksamer Leser 09. Nov 2009

Klar, schöne heile Welt. Ihr glaubt wohl selber nicht, was Ihr hier schreibt. Wenn...

Treadmill 06. Nov 2009

Da habe ich wohl aus Versehen die Hälfte vergessen. Was ich schreiben wollte war: Im...

Tommy Bang Bang 05. Nov 2009

log_2009-10-17_:08:06 -|- exit^ [~exit@s1.eva.3x1t.net] has joined #channel log_2009-10...

O.M. 05. Nov 2009

Ich würde sagen: Nein. Captchas verhindern keinen unbefugten Zugang und sind auch nicht...


Folgen Sie uns
       


Offroad mit dem Audi E-Tron

Mit dem neuen Audi E-Tron fährt es sich leicht durch unwegsames Gelände.

Offroad mit dem Audi E-Tron Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek

  1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

    •  /