Fernsehen per iTunes für 30 US-Dollar im Monat?
Der bekannte US-Journalist Peter Kafka schreibt(öffnet im neuen Fenster) bei "All Things Digital", einem vom Wall Street Journal unterhaltenen Blog, über Gespräche mit mehreren Quellen. Er nennt diese nicht namentlich, gibt aber an, es handle sich dabei um hochrangige Fernsehmanager. Demnach soll Apple Anfang 2010 sein Angebot in iTunes um mehr Fernsehinhalte erweitern wollen.
Ob dabei das Live-Streaming vorgesehen ist, oder neben den schon bestehenden Serien und Filmen zeitversetzt Inhalte angeboten werden sollen, gibt Kafka noch nicht an. Die Sendungen sollen aber nicht an ein Gerät gebunden sein wie das AppleTV oder das ebenfalls für den Beginn des nächsten Jahres erwartete Internetgerät von Apple, das einem Surftablet ähneln soll.
Das Angebot soll 30 US-Dollar im Monat kosten, was am unteren Ende dessen liegt, was ein umfangreiches Abo bei einem Kabelprovider in den USA kostet. Anders als in Deutschland kämpfen dort viele Anbieter um Kunden und stellen diesen zahlreiche Optionen zur Verfügung. Auch die direkte Vermarktung von Sendern ist unüblich, eine Ausnahme stellt dabei HBO dar. Vielmehr sind die Kabelnetzbetreiber – und zunehmend Satellitenprovider wie DirecTV – die treibende Kraft.
Kafka schätzt die US-amerikanische Fernsehlandschaft als reif für ein entsprechendes Angebot von Apple ein, unter anderem, weil auch andere derartige Projekte wie Hulu schon existieren. Hinter diesem Videoportal stehen die News Corporation und NBC. Eine Art von "TV Store" mit Inhalten vieler Produzenten, wie ihn Apple schon mit iTunes für Musik geschaffen hat, gibt es jedoch noch nicht.