Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Hackintosh: Atom-Nutzer bleiben auf der Strecke

MacOS X 10.6.2 soll nicht mehr mit Atoms laufen. Apple will mit der kommenden Ausgabe von MacOS X einigen Hackintosh-Anwendern den Spaß vermiesen. MacOS X 10.6.2 soll nicht mehr auf Rechnern mit Intels Atom-Prozessor laufen.
/ Andreas Donath
321 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Für Apple stellt die Verwendung von MacOS X auf Hardware, die nicht von Apple hergestellt wird, eine Urheberrechtsverletzung dar. Seit Monaten befindet sich das Unternehmen deshalb im Rechtsstreit mit dem PC-Hersteller Psystar, der selbst zusammengestellte Rechner mit MacOS X verkauft. Außerdem kursieren im Netz Anleitungen, mit denen viele Rechner, darunter preiswerte Netbooks mit Intels Atom-Prozessor, mit MacOS bespielt werden können.

Das Update auf MacOS X 10.6.2 soll zumindest einem Teil der Hackintosh-Nutzer die Freude vermiesen. Da Apple selbst keine Rechner mit diesem Prozessor verkauft, soll die neue Ausgabe des Betriebssystems einfach ihren Dienst versagen, wenn diese CPU erkannt wird.

Noch ist MacOS X 10.6.2 nicht erschienen – die Hinweise auf die ausgesperrten Atom-Prozessoren beziehen sich nur auf die nichtöffentliche Entwicklerversion. Ob Apple die Atom-Unterstützung offiziell herausnimmt, wenn 10.6.2 für die Kunden erscheint, ist nicht bekannt.

Hackintosh-Hersteller Psystar hatte im Mai 2009 Insolvenz angemeldet. Im Juli 2009 bot das Unternehmen jedoch wieder neue Rechner mit MacOS X an. Im Oktober 2009 kam sogar noch eine kostenpflichtige Software auf den Markt, mit der sich der eigene PC zum Mac wandeln lässt. Hinter dem Programm Rebel EFI verbirgt sich der Bootloader von Psystar, mit dem auch MacOS X Snow Leopard auf Desktop- und Notebook-PCs genutzt werden kann. Eine kostenlose und quelloffene Alternative stellt die Software " Chameleon 2.0(öffnet im neuen Fenster) " dar, mit der ebenfalls MacOS X auf beliebigen PCs mit aktueller Hardware benutzt werden kann.

Auch wenn Apple nun Atom-Prozessoren ausschließt, wird es erfahrungsgemäß nicht lange dauern, bis die Programmierer der Alternativlösungen(öffnet im neuen Fenster) einen Weg finden, diese Sperre auszuhebeln.


Relevante Themen