AMD-Roadmap: Fusion startet 2011 mit zwei 32-nm-APUs
Wie unter anderem das Blog Ratuken berichtet(öffnet im neuen Fenster) , hielten AMD-Sprecher auf der "DIY PC Expo" am 31. Oktober 2009 einen Vortrag, in dem auch einige bisher unveröffentlichte Folien mit weitreichenden Roadmaps zu sehen waren. Vermutlich handelt es sich dabei um die Teile der Präsentation, die AMD für den 11. November 2009 vorgesehen hat. Dann findet der jährliche "Financial Analyst Day" des Unternehmens statt, bei dem AMD traditionell neue Roadmaps vorlegt.
Die Informationen bestätigen unter anderem, was schon seit einigen Monaten inoffiziell bekannt ist : Gegen Intels Gulftown (Core i9) soll 2010 der Prozessor "Thuban" mit sechs Kernen antreten. Die zugehörige Plattform heißt "Leo" mit der neuen Northbridge RD890. Über deren Funktionen ist noch wenig bekannt, nun gibt es aber ein neues Detail zur Southbridge-Serie SB8xx. Sie soll SATA mit 6 GBit/s unterstützen, nicht aber USB 3.0 Das ist auch bei Intel nach unbestätigten Informationen nicht für 2010 geplant. Bei den Southbridges von AMD steht seit längerem eine Überarbeitung an, die Serie SB700 gibt es schon seit drei Jahren.
Während Intel ab Anfang 2010 mit "Clarkdale" und "Arrandale" 32-Nanometer-CPUs anbieten will, soll das bei AMD erst 2011 der Fall sein. Für das Highend gibt es dann den neuen Prozessor "Zambezi" mit vier oder mehr Kernen. Er verfügt nicht über integrierte Grafik, das ist für die Mittelklasse mit "Llano" geplant. AMD nennt die Kombination "APU" für "Accelerated Processing Unit" und vermarktet sie schon jetzt als "Fusion". Anders als bei Intels ersten 32-Nanometer-Prozessoren sollen CPU und GPU in ein Die integriert werden.
Schon ein Jahr nach den SB8xx-Chipsätzen gibt es für Llano dann eine neue Plattform, die Chipsätze tragen den Codenamen "Hudson-D". Ebenfalls 2011 soll eine neue Grafikarchitektur namens "Northern Islands" erscheinen. Ob es davor noch einen Shrink der Radeon-5000-Architektur auf unter 40 Nanometer gibt, geht aus den Roadmaps noch nicht hervor.
Bei den Notebooks steht noch 2009 die ehemals "Congo" genannte Plattform für besonders flache Mobilrechner mit einem zweikernigen Neo-Prozessor an, der schneller sein soll als der erste Neo X2 . 2010 gibt es dann bei den Notebooks in größeren Formfaktoren AMDs ersten mobilen Quad-Core namens "Champlain" und einen neuen Zweikern-Prozessor namens "Geneva". Diese beiden CPUs besitzen noch den K10-Kern der aktuellen Phenom-II und Turion-II, aber die neuen North- und Southbridges der 800er-Serie.
Erst 2011 kommt dann mit der Plattform "Sabine" die erste APU für Notebooks, sie hat den Kern "Llano" der Desktopvariante, also 32-Nanometer-Technik. Aus der Reihe tanzt der "Ontario", ebenfalls eine APU, für besonders kompakte Geräte mit 40-Nanometer-Fertigung. Bemerkenswert ist, dass der Kern auf der bereits 2007 angekündigten Bobcat-Architektur basieren soll.
Um dieses Design, zu dem es kaum Informationen gibt, war es seitdem sehr still geworden; ursprünglich sollte es zusammen mit dem Serverpendant "Bulldozer" der erste Fusion-Prozessor werden. Nun steht fest, dass AMD mit "Llano" und "Ontario" schon zwei APUs entwickelt, die aber beide erst 2011 auf den Markt kommen sollen. Nach AMDs ersten Planungen sollten die Fusion-Prozessoren bereits 2009 erscheinen.