Störprobleme bei Internet per Rundfunkfrequenz lösbar?
Die möglichen technischen Störungen, die mit der geplanten Versteigerung der früheren Rundfunkfrequenzen für mobile Internetzugänge auftreten könnten, sollen kontrollierbar sein. Probleme werden in DVB-T-Haushalten und bei TV-Kabelnutzern erwartet. Doch Thomas Langheinrich, Präsident der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK), sagte auf den Münchener Medientagen:(öffnet im neuen Fenster) "Das bekommt man in den Griff". Auch Iris Henseler-Unger, Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, verteidigte das Vorgehen ihrer Behörde: "Wir sind keine Irrläufer", sagte sie. Mögliche Störungen seien "überwindbar".
Ein Teil der Frequenzen, die durch die Einführung von Digitalfernsehen frei werden, sollen für mobiles Breitbandinternet genutzt werden. Die Versteigerung der sogenannten digitalen Dividende wurde, wie Henseler-Unger erläuterte, in der Vorwoche ausgeschrieben. Es handele sich um die "größte Frequenzauktion in Deutschland", sagte sie.
Tobias Schmid, Vizepräsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT), betonte dagegen, dass die Interferenz-Problematik bei der Vergabe der Frequenzen noch nicht geklärt sei. Er sorge sich um eine Beeinträchtigung bei der Versorgung von DVB-T-Haushalten und um die Reportagetechnik, die unter Umständen durch die digitalen Signale gestört werden könnten.
Christoph Clément, Mitglied der Geschäftsleitung bei Kabel Deutschland, warnte vor einer "großen Störproblematik". Mehrere Studien hätten "große Interferenzen" prognostiziert. Auch für den TV-Zuschauer könnte das Problem entstehen, dass Endgeräte so "praktisch entwertet" würden.
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