Massaker-Gewaltdebatte um Call of Duty: Modern Warfare 2
In Call of Duty: Modern Warfare 2 wird der Spieler als verdeckter Ermittler gemeinsam mit Terroristen unter Zivilisten ein Massaker anrichten können – und schon jetzt sorgt diese Mission für Diskussionen unter Spielern und demnächst mit Sicherheit auch unter Jugendschützern. Die Szene war in einem offenbar ohne Zustimmung durch Activision Blizzard auf Youtube veröffentlichten Video zu sehen, das der Publisher mittlerweile hat entfernen lassen.
Activision Blizzard und die Entwickler von Infinity Ward haben mittlerweile bestätigt, dass die Szene tatsächlich im Spiel auftaucht. Allerdings würden die Spieler vor der brutalen Mission gewarnt und könnten sie durch Knopfdruck überspringen. Auch inhaltlich steht der Publisher zu dem Einsatz: "Die Szene zeigt die Bösartigkeit und Kaltblütigkeit eines russischen Verbrechers und seiner Einheit. Die Mission erklärt dem Spieler die Dringlichkeit, den Verbrecher zu stoppen", so eine Stellungnahme.
Außerdem werde der Spieler in keiner Stelle dafür belohnt, dass er auf Zivilisten schießt. Trotzdem haben selbst erklärte Fans offenbar Probleme mit dieser Form von Gewalt – zumindest äußern sich viele Spieler in Foren teils sehr negativ darüber. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat das Programm ohne inhaltliche Schnitte ab 18 Jahren freigegeben; auf Anfrage von Golem.de hat die Jugendschutzeinrichtung darauf hingewiesen, dass sie aus rechtlichen Gründen die Alterskennzeichnung von bislang unveröffentlichten Spielen nicht kommentieren könne.
Nach aktuellem Stand erscheint Call of Duty: Modern Warfare 2 am 10. November 2009 für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3.
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