Facebook bekommt 711 Millionen Dollar in Spamprozess
In einem Prozess gegen den selbsternannten Spam King Sanford Wallace hat Facebook eine Entschädigung von 711 Millionen US-Dollar zugesprochen bekommen. Das Urteil sprach Richter Jeremy Fogel vom US-Bezirksgericht für Nordkalifornien aus. Wallace habe "wissentlich eine einstweilige Verfügung missachtet". Der Fall wurde an ein Strafgericht weiterverwiesen.
Die Betreiber des Social Networks Facebook verklagten Wallace und zwei weitere Personen im Februar 2009. Sie hätten Phishingsites betrieben, um Zugang zu Facebook-Accounts zu erlangen und darüber Phishingspam im Facebook-Netzwerk zu versenden.
"Wir erwarten nicht, die überwiegende Mehrheit der Strafzahlung jemals zu erhalten, hoffen aber auf eine weitere Abschreckung gegen diese Kriminellen", sagte Sam O'Rourke, Facebooks Chefjustiziar in einem Blogposting(öffnet im neuen Fenster).
Wallace erhielt den Spitznamen Spam King als früherer Chef von Cyber Promotions, einer Firma, die in den neunziger Jahren bis zu 30 Millionen Werbemails pro Tag versandt hatte. Im Mai 2008 wurde Wallace zu einer Strafzahlung von 234 Millionen US-Dollar an Myspace verurteilt.
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