DARPA lässt Superdrohne entwickeln
Die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) hat ein Programm für die Entwicklung einer neuen Drohne ausgeschrieben(öffnet im neuen Fenster) . Ziel des Programms mit dem Namen Vulture II ist ein unbemanntes Luftfahrzeug (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) für Langzeiteinsätze.
Flugzeit: fünf Jahre
Bis zu fünf Jahre soll das UAV in der Luft bleiben und dabei Lasten von einer guten halben Tonne transportieren. Es ist gedacht für den Einsatz in 20 bis 30 km Höhe und soll in der Lage sein, längere Zeit über einem bestimmten Gebiet zu kreisen. Das legt nahe, dass die Drohne unter anderem Aufklärungseinsätze übernehmen soll. Möglich ist auch, dass es als fliegende Kommunikationsstation dienen wird. Tatsächlich ist von der DARPA geplant, dass das Solarflugzeug Satellitenaufgaben übernehmen soll.
Angetrieben werden soll das Flugzeug von Elektromotoren. Die Energieleferanten müssen nicht nur Strom für die Motoren erzeugen, sondern auch noch mindestens 5 kW für die Geräte.
155 Millionen US-Dollar Preisgeld
Die Teilnehmer müssen zunächst kleine Prototypen bauen, die 30 Tage in der Luft bleiben. In der nächste Phase wird die Flugzeit 90 Tage betragen. Der Sieger erhält 155 Millionen US-Dollar für den Bau eines Flugzeugs in Originalgröße.
Drei Hersteller werden sich auf jeden Fall an Vulture II beteiligen: Aurora Flight Sciences, Boeing und Lockheed Martin. Sie haben in der ersten Phase Entwürfe für ein UAV vorgelegt. Alle drei sehen vor, dass das Flugzeug tagsüber von Solarzellen, nachts von Akkus mit Energie versorgt wird. Aurora Aerospace verfolgt einen bemerkenswerten Ansatz: Das UAV mit den Namen Odysseus(öffnet im neuen Fenster) besteht aus drei einzelnen Flugzeugen, die in der Luft zusammengekoppelt werden.
Aktuelle Bestmarke: drei Tage
Die Bestmarke für Langzeitflüge liegt derzeit bei drei Tagen. So lange kreiste im vergangenen Jahr das Solarflugzeug Zephyr , das das britische Unternehmen Qinetiq gebaut hat, über dem Yuma Proving Ground, einem Testgelände der US-Armee im US-Bundesstaat Arizona.
Ganz neu ist die Idee, unbemannte Solarflugzeuge als Satellitenersatz einzusetzen, nicht. Die US-Weltraumbehörde Nasa hat bereits in den 90er Jahren solche Flugzeuge getestet. Im August 2001 erreichte der Prototyp Helios(öffnet im neuen Fenster) eine Höhe von knapp 30 km. Zwei Jahre später stürzte Helios westlich von Hawaii in den Pazifik.