Motorola will mit Handys wieder Umsatz machen
Motorola konnte nach Verlust von 4 Milliarden US-Dollar in den letzten zwei Jahren heute wieder einen leichten Gewinn vermelden. Der größte US-Mobilfunkhersteller erzielte im dritten Quartal einen Nettogewinn von 12 Millionen US-Dollar (1 Cent pro Aktie), nach einem Verlust von 397 Millionen Dollar (18 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz fiel um 27 Prozent auf 5,45 Milliarden US-Dollar. Die Analysten hatten 5,54 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Seit Dezember 2008 hat Motorola 8.000 Stellen abgebaut. Gestern hatte das schwer angeschlagene Unternehmen sein neues Smartphone, das Droid, für den US-Mobilfunkbetreiber Verizon Wireless angekündigt. Zusammen mit dem Cliq für T-Mobile USA soll ein Comeback in den Markt gelingen. Der Umsatz mit Motorola-Mobiltelefonen fiel im dritten Quartal um 46 Prozent auf 1,69 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der ausgelieferten Geräte sank um fast die Hälfte auf 13,6 Millionen. Der operative Verlust der Handysparte fiel jedoch von 840 auf 183 Millionen US-Dollar.
Im laufenden vierten Quartal soll der Gewinn vor Sonderposten bei 7 bis 9 Cent pro Aktie liegen. Die Analysten hatten nur 6 Cent pro Aktie berechnet. Motorolas Umsatz mit Smartphones soll im nächsten Jahr wieder "signifikant" zum Konzernumsatz beitragen, sagte Co-Firmenchef Sanjay Jha. "Es würde mich wundern, wenn wir nicht mindestens in einem Quartal im Jahr 2010 schwarze Zahlen schreiben", so Jha über die von ihm geführte Mobilfunksparte.
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