EU will frei werdende TV-Frequenzen für mobiles Breitband
Ein Teil der Frequenzen, die durch die Einführung von Digitalfernsehen frei werden, sollen europaweit für mobiles Breitbandinternet und interaktive hochauflösende Fernsehprogramme reserviert werden, so die Europäische Kommission, die dazu am 28. Oktober 2009 Pläne für eine koordinierte Zuweisung der Funkfrequenzen vorgelegt hat.
Das Teilband von 790 bis 862 MHz zeichne sich durch eine große Reichweite und gute Empfangbarkeit in Gebäuden aus und sollte daher für die Mobilfunkdienste der dritten und vierten Generation genutzt werden. Das Konzept diene der vollen Ausschöpfung der digitalen Dividende.
"Ich rufe die EU-Länder auf, den Übergang zum Digitalfernsehen zu beschleunigen und bis zum 1. Januar 2012 abzuschließen", sagte Viviane Reding, für Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin. Fünf Mitgliedsstaaten, Deutschland, Finnland, Luxemburg, die Niederlande und Schweden, sowie die USA hätten bereits gezeigt, dass ein schnelles Abschalten des analogen Fernsehens möglich sei.
Die technischen Bedingungen, unter denen das Teilband 790-862 MHz genutzt werden kann, würden EU-weit harmonisiert. Diensteanbieter, Gerätehersteller und Anwendungsentwickler können dann grenzübergreifend agieren und für die Verbraucher werde es einfacher, entsprechende Roamingdienste auf Reisen zu nutzen.
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