Große Krankenkasse stoppt Gesundheitskarte

eGK-Modellregion Rheinland von AOK eingefroren

Die größte Krankenkasse Nordrhein-Westfalens hat die Auslieferung der elektronischen Gesundheitskarte an ihre Versicherten gestoppt. Die künftige schwarz-gelbe Bundesregierung hatte angekündigt, die Einführung der Prozessor-Chipkarte überprüfen zu wollen.

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Laut Informationen der WAZ liefert die AOK Rheinland die elektronische Gesundheitskarte nicht weiter aus. Offenbar will die größte Krankenkasse NRWs damit eine Reaktion von der künftigen Bundesregierung erzwingen, die das Projekt infrage stellt: "Es ist jetzt nötig und sinnvoll, dass wir eine schnelle Reaktion aus Berlin bekommen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kasse, Wilfried Jacobs, der WAZ-Gruppe.

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Weiterhin sei ungeklärt, was an der Karte geändert werden solle. Das Projekt sei nur sinnvoll, wenn es eine Vernetzung aller Ärzte bringe: "Wir brauchen die Onlineanbindung", forderte Jacobs.

André Maßmann, Sprecher der AOK Rheinland/Hamburg, bestätigte Golem.de, dass die AOK Rheinland/Hamburg Anfang der Woche, bedingt durch einen Passus im neuen Koalitionsvertrag zur Telematik und eGK, entschieden habe, die Ausgabe der neuen elektronischen Gesundheitskarte in der Testregion Nordrhein zu stoppen. "Laut Koalitionsvertrag soll eine 'Bestandsaufnahme, Überprüfung und Bewertung' vorgenommen werden. Das heißt für uns: Wir müssen zunächst abwarten, was dieser Koalitionsbeschluss für die Region Nordrhein bedeutet." Ziel war es, bis Ende des Jahres circa 20.000 Karten auszugeben und dann in weiteren Schritten vorzugehen, sagte er.

Die Techniker-Krankenkasse will die Karten dagegen weiter verteilen. Die Kassen in der Modellregion Nordrhein hatten am 1. Oktober 2009 begonnen, die eGK an ihre Versicherten zu verteilen. Diese wurden gebeten, ihre Lichtbilder bei der Kasse abzugeben. Später soll die Gesundheitskarte Teil einer Infrastruktur werden, mit der Ärzte auf zentral gespeicherte Notfalldaten, Arznei-Infos und Krankengeschichten zugreifen können.

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