US-Regierung vergibt Fördergelder für Smart-Grid-Projekte
Das US-Energieministerium (Department of Energy, DOE) wird heute jene 100 Smart-Grid-Projekte in den USA bekanntgeben, die staatliche Förderungen erhalten werden, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster). Die US-Regierung hat für den Umbau des US-Stromnetzes Mittel aus dem Wirtschaftsförderprogramm Stimulus bereitgestellt.
Geld kommt bis Ende des Jahres
Die Gewinner, die aus rund 400 Bewerbern ausgewählt wurden, erhalten Fördermittel zwischen 400.000 und 200 Millionen US-Dollar, die in den nächsten zwei Monaten ausgezahlt werden sollen. Die Projekte laufen ein bis drei Jahre.
Zu den Geförderten gehören Großunternehmen wie Baltimore Gas and Electric, das 200 Millionen US-Dollar bekommt, ebenso wie Kommunen und Hersteller. Sie kommen aus allen US-Bundesstaaten außer Alaska.
Smart Meter und Thermostate
Mit dem Geld sollen zum einen Haushalte bessere Thermostate, Stromzähler, die hochaufgelöste Verbrauchsdaten erfassen, oder andere Geräte, die helfen, den Stromverbrauch zu kontrollieren, bekommen.
Zum anderen wollen Energieversorger ihre Systeme mit aktueller Technik ausstatten. Dazu gehören beispielsweise Transformatoren, die melden, wenn ein Fehler auftritt, oder Synchrophasor-Messgeräte. Mit Hilfe solcher Sensoren sollen Störungen isoliert werden können, was vermeiden soll, dass es wie im Jahr 2003 zu Kaskadierungseffekten kommt, die ganze Landesteile lahmlegen.
Staatliche und private Investitionen
Ziel des Programms ist es einerseits, Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wind- und Sonnenenergie besser in das Netz zu integrieren. Andererseits soll das Stromnetz zuverlässiger und besser gegen Ausfälle geschützt werden. Dafür hat die US-Regierung 3,4 Milliarden US-Dollar aus dem Stimulus-Programm bereitgestellt. Die Geförderten müssen ihrerseits eigene Investitionen beisteuern, so dass insgesamt 8,1 Milliarden US-Dollar für den Aufbau eines intelligenten Stromnetzes in den USA bereitstehen.
Der Umbau der Stromnetze in Smart Grids gilt als einer der großen Zukunftsmärkte. Cisco-Chef John Chambers glaubt gar, dass der Smart-Grid-Markt "größer wird als das ganze Internet". Der Netzwerkausrüster hat im Frühjahr angekündigt, Infrastrukturlösungen für Smart Grids zu entwickeln.
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