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Voronoi - der Touch-Ball

Rundes Multitouchdisplay als Kunstinstallation. Eine Londoner Künstlergruppe hat ein Multitouchdisplay in Form einer Kugel entwickelt. Nutzer können die Kugel berühren und so Aktionen auslösen, die auf die Oberflächen projiziert werden.
/ Werner Pluta
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Mit dem Multitouch-Tisch Surface hat Microsoft eine neue Computerkategorie begründet: das "Surface Computing". Die Idee war, eine Tischplatte in eine Nutzeroberfläche zu verwandeln, auf der eine Interaktion mit digitalen Inhalten durch Berührungen, natürliche Gesten und physische Objekte möglich ist. Die Londoner Künstlergruppe Seeper(öffnet im neuen Fenster) hat diese Idee mit Voronoi weitergeführt.

Voronoi ist eine große, aufblasbare Hohlkugel, die als riesiges, rundes Multitouchdisplay dient. Infrarotsensoren lokalisieren die Hände der Nutzer auf der Oberfläche. Ein Computer verfolgt die Bewegungen und setzt diese in Bilder um, die von einem Projektor auf die Oberfläche projiziert werden.

Zellgeflecht und Flüssigkeit

Seeper hat Voronoi kürzlich auf der London Digital Week mit zwei verschiedenen Applikationen vorgestellt: Fluid und Diagram. Bei Letzterem wird auf einem roten Hintergrund ein zellartiges Geflecht aus schwarzen Linien dargestellt. Berühren die Nutzer das Multitouchdisplay, können sie die Kreuzungspunkte der Linien verschieben.

Bei Fluid ahmt die Voronoid das Verhalten von Flüssigkeit nach: Wenn eine Hand die Oberfläche berührt und darüber streicht, versetzt sie je nach Intensität und Geschwindigkeit Lichtpunkte wie eine Flüssigkeit in Bewegung.

Multitouch-Musik

Die zweite Installation von Seeper auf der London Digital Week war das Kinetic Touch. Das ist ein Multitouchsequenzer, an dem drei Nutzer zusammen Musik machen können: Auf eine flache Oberfläche werden drei Tastaturen projiziert. Infrarotsensoren erkennen, welche Taste ein Nutzer berührt und es wird ein Ton erzeugt. Jede der Tastaturen ist dabei für eine besondere Klasse von Tönen zuständig: Bässe, Saiteninstrumente und tropfenartige Töne.

Die aktivierten Töne werden dann stetig durchlaufend gespielt. Insofern gleicht Kinetic Touch dem Tenori-on oder dessen Onlinependant iNudge .

Seeper bezeichnet sich selbst als "Kunst- und Technikkollektiv" . Die 1998 gegründete Gruppe beschäftigt sich mit Gesten und Berührungen für die Steuerung von Computern.


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