E-Plus-Kunden geben weniger aus

Bei E-Plus gingen die Serviceumsätze trotz neuer Kunden um -0,4 Prozent auf 779 Millionen Euro zurück. Das EBITDA stieg um 3,3 Prozent auf 347 Millionen Euro. E-Plus macht keine Angaben zum Gewinn.
Der Mobilfunkbetreiber kam mit seinen Billigmarken Simyo, Base und neuen Kooperationspartnern wie der WAZ-Mediengruppe auf 18,7 Millionen Kunden. "In den vergangenen zwölf Monaten hat die E-Plus-Gruppe rund 1,7 Millionen zusätzliche Nutzer für die eigenen Marken und über Kooperationspartner hinzugewonnen - 477.000 davon im abgelaufenen dritten Quartal" , gab das Unternehmen bekannt. Der durchschnittliche Umsatz je Kunde (ARPU) ging jedoch um 13 Prozent von 16 auf 14 Euro weiter zurück.
Laut Firmenchef Thorsten Dirks bleibe die "Profitabilität für die E-Plus-Gruppe im Fokus" . Im kommenden Jahr will er zu wachsenden Serviceumsätzen zurückkehren.
Der niederländische Mutterkonzern Royal KPN, das größte Unternehmen des Landes, konnte im letzten Quartal den Gewinn um 14 Prozent erhöhen. Der Nettogewinn stieg auf 398 Millionen Euro (24 Cent pro Aktie), nach 349 Millionen Euro (20 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Analysten hatten mit 393,6 Millionen Euro weniger prognostiziert.
Beim Umsatz erreichte KPN 3,33 Milliarden Euro und verfehlte damit die Analystenschätzungen von 3,43 Milliarden Euro.
Konzernchef Ad Scheepbouwer hat in diesem Jahr 6 Prozent der Arbeitsplätze im Unternehmen abgebaut, um die Profitabilität trotz rückläufiger Ausgaben der Kunden zu erhalten. KPN reduzierte 1.400 Jobs in seiner Computer-Services-Sparte Getronics. In den ersten neun Monaten des Jahres sank die Mitarbeiterzahl im Konzern um 2.152 auf 34.550.
Das Unternehmen bekräftigte heute seine Prognose, nach der der Umsatz in diesem Jahr rückläufig sein werde. 2010 würden die Erlöse stagnieren. 2009 würden 13,6 bis 13,8 Milliarden Euro eingenommen, im Vorjahr waren es noch 14 Milliarden Euro. 2010 werde der Umsatz gleich bleiben. Zweimal hatte KPN in diesem Jahr den Umsatzausblick reduziert.



