EU stellt Studie zu User-Created-Content vor

"Ein nachhaltiges Phänomen"

Die Direktion Informationsgesellschaft und Medien der EU-Kommission hat die Ergebnisse einer Studie zu nutzerproduzierten Inhalten (User-Created Content, UCC) vorgestellt. Zu den überraschenden Ergebnissen gehört laut Kommission, dass professionelle Blogger in der EU im Jahr 2008 durchschnittlich 6.600 Euro verdient haben.

Artikel veröffentlicht am ,

Bloggen lohnt sich - in der EU. Während professionelle Blogger in den USA im vergangenen Jahr lediglich 3.600 Euro (5.360 US-Dollar) Einnahmen erzielen konnten, verdienten ihre europäischen Kollegen mit 6.000 Euro fast das Doppelte.

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Europäer lieben Blogs und das Bloggen, schließt die EU-Kommission aus der Studie. Vier von fünf italienischen Internetnutzern lesen Blogs und 41 Prozent der spanischen Nutzer selbst bloggen. 60 Prozent der tschechischen Nutzer laden Fotos hoch und 48 Prozent der polnischen Nutzer haben RSS-Feeds abonniert. Hinter diesen Zahlen bleiben die USA zurück, betont die Kommission. Nur 60 Prozent der US-Bürger würden Blogs lesen und gar nur 26 Prozent selbst bloggen.

Bloggen ist in den USA deutlich stärker als in der EU ein Oberschichtphänomen. Der durchschnittliche US-Blogger (51 Prozent) hat laut Studie ein Haushaltseinkommen von über 75.000 US-Dollar, während nur ein Drittel (34 Prozent) der europäischen Blogger-Haushalte so viel verdient. Drei Viertel der US-Blogger haben einen College-Abschluss, aber nur zwei Drittel der europäischen Blogger.

Diese und viele weitere Zahlen ermittelten Forscher der niederländischen Forschungsinstitute TNO und IDATE zusammen mit dem IViR-Institut der Universität Amsterdam im Rahmen der EU-Studie User-Created-Content: Supporting a participative Information Society.

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Die Forscher vertreten am Schluss ihres 300-Seiten-Berichts die These, dass "nutzerproduzierte Inhalte keine Modeerscheinung, sondern ein nachhaltiges Phänomen" sind. Dieses Phänomen würde in der Zukunft noch an Umfang und Bedeutung gewinnen - "trotz des offensichtlichen Mangels an nachhaltigen Geschäftsmodellen". Die Forscher geben eine ganze Reihe von Empfehlungen dazu ab, um das Potenzial von UCC auszuschöpfen. Dazu gehört ein verbesserter Breitband-Internetzugang ebenso wie die Verbesserung der Interoperabilität von Hard- und Software oder Verbesserungen bei den rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen.

Angesichts der vorgelegten Studie will die EU-Kommission Schritte unternehmen, um "europäische Flickrs und Youtubes" aus der Taufe zu heben, die dann "diese große europäische Kreativität in Wachstum und Jobs" umwandeln sollen. Dafür müssten "neue EU-Regulierungsmaßnahmen [her] und bestehende aktualisiert werden", um einen "einheitlichen Markt für Content" zu schaffen, der "von jedem hergestellt und geteilt" werden könne. Hindernisse, die es zu überwinden gilt, macht die Kommission in der Unsicherheit von Unternehmen aus. Diese könnten oft nicht einschätzen, "wie bestehende Regeln zu audiovisuellen Diensten, Urheberrecht, E-Commerce und Datenschutz auf ihre neuen Dienste und Inhalte Anwendung finden". [von Robert A. Gehring]

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mw 27. Okt 2009

"Dafür müssten "neue EU-Regulierungsmaßnahmen und bestehende aktualisiert werden"" Genau...

Siga9876 26. Okt 2009

Womit verdienen die das Geld ? - Werbung ? Welche AdBetreiber/Netzwerke. Eigene oder...



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