Palm Pixi: Preis und Marktstart stehen fest

Der kapazitive Touchscreen im Pixi ist mit 2,63 Zoll ein ganzes Stück kleiner als beim Palm Pre und liefert mit 320 x 400 Pixeln auch eine niedrigere Auflösung als das erste WebOS-Smartphone. Das ist vor allem der anderen Bauart geschuldet, denn anders als beim Palm Pre gibt es beim Pixi keine aufschiebbare Minitastatur. Stattdessen befindet sich die QWERTY-Tastatur unterhalb des Displays, nur der für WebOS typische Gestenbereich befindet sich zwischen Bildschirm und Tastatur.
Aber auch bei der Farbtiefe müssen Pixi-Käufer im Unterschied zum Pre Abstriche machen: Statt maximal 16 Millionen Farben verarbeitet der Pixi-Touchscreen nur 262.144 Farben. Das Mobiltelefon besitzt einen Lagesensor, um den Bildschirminhalt passend auszurichten und die Displayhelligkeit passt sich an das Umgebungslicht an. Ein Näherungssensor schaltet das Display ab, sobald es zum Telefonieren ans Ohr gehalten wird.
Für Schnappschüsse besitzt das Pixi eine 2-Megapixel-Kamera mit LED-Licht und zur Navigation ist ein GPS-Empfänger integriert. Der interne Speicher ist 8 GByte groß und 7 GByte stehen dem Nutzer zur Verfügung. Ein Speicherkartensteckplatz fehlt dem Neuling genauso wie dem Palm Pre. Am Gerät befinden sich eine 3,5-mm-Klinkenbuchse und ein Klingeltonschalter, um bequem zwischen Vibrations- und Klingelmodus zu wechseln.
Das Palm Pixi wird es zunächst nur bei Sprint in den USA geben, daher funkt es nach CDMA2000 und unterstützt EvDO Rev A. Das sind Funkstandards, die in Deutschland nicht verfügbar sind. Ein WLAN-Modul fehlt dem Pixi, es unterstützt ansonsten noch Bluetooth 2.1 + EDR einschließlich des A2DP-Profils, um Stereoton drahtlos zu übertragen.
Für das Pixi will Palm zahlreiche angepasste Rückcover anbieten, um das äußere Erscheinungsbild des Geräts verändern zu können. Die Rückcover sollen dabei mit dem Touchstone kompatibel sein. Beim Touchstone handelt es sich um eine als Zubehör erhältliche induktive Ladestation, die das Aufladen des Akkus erlaubt, indem das Gerät auf die Ladestation gelegt wird. Unklar ist noch, ob das im Lieferumfang enthaltene Rückcover bereits Touchstone-tauglich ist. Beim Palm Pre müssen Kunden separat ein anderes Rückcover erwerben, um den Akku mit dem Touchstone aufladen zu können.
Als Betriebssystem kommt im Pixi Palms WebOS zum Einsatz, das Multitasking über eine spezielle Kartenübersicht bietet. Zudem sorgt die Synergy-Technik dafür, dass sich mehrere Kalenderdaten im WebOS-Kalender einbinden lassen, um diese im Blick zu haben. Das WebOS-Adressbuch fügt Kontaktinformationen aus mehreren Quellen zusammen. Im Unterschied zum Palm Pre wird das Pixi nicht nur Daten aus Google und Facebook, sondern auch Informationen von Yahoo und LinkedIn berücksichtigen. Als weiteren Unterschied zum Pre gibt es mit dem Pixi gleich eine eigenständige Facebook-Applikation. Wie auch beim Pre lassen sich weitere WebOS-Applikationen über Palms App Catalog direkt vom Gerät laden und installieren.
Das Palm Pixi(öffnet im neuen Fenster) misst 55 x 111 x 10,85 mm und wiegt 99,5 Gramm. Der austauschbare Akku hat eine Kapazität von 1.150 mAh, Angaben zur Laufzeit liegen nicht vor.
Sprint verkauft das Palm Pixi ab dem 15. November 2009 zum Preis von 99 US-Dollar bei Abschluss eines zwei Jahre laufenden Mobilfunkvertrages. Außerhalb der USA wurde noch kein Marktstart für das Palm Pixi bekanntgegeben. Es wird erwartet, dass es das Pixi irgendwann auch als GSM-Version für den europäischen Markt geben wird. In Deutschland hat Palm mit O2 eine Exklusivvermarktung des Palm Pre abgeschlossen, so dass erwartet wird, dass das Palm Pixi später auch hierzulande über O2 angeboten wird.
Der 19-seitige Testbericht " Test: Palm Pre – das Smartphone für iPhone-Verächter " beschreibt die Besonderheiten von WebOS, das auch im Pixi verwendet wird.



