Abo
  • Services:

FCC will Netzwerkneutralität im Internet abschaffen

Neue Regeln für Internetprovider vorgeschlagen

Die Federal Communications Commission (FCC) in den USA hat gestern neue Regeln für Internetprovider vorgeschlagen. Die Regeln zielen darauf ab, P2P-Datenverkehr einzuschränken. Die Öffentlichkeit hat ab sofort Gelegenheit zur Stellungnahme.

Artikel veröffentlicht am , Meike Dülffer

"Lawful" - rechtmäßig - soll es im Internet in Zukunft zugehen. Das sehen die neuen Regeln für Internetprovider vor, die die FCC in den USA gestern vorgestellt hat. Mit diesen will die FCC "das freie und offene Internet" bewahren, heißt es in einer gestern verbreiteten Pressemitteilung der FCC.

Stellenmarkt
  1. GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH, Kaufering
  2. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Steinhagen

Welche Einschränkungen das in der Praxis mit sich bringen könnte, lässt sich an den konkreten Vorschlägen der FCC ablesen. So heißt es darin beispielsweise: "Unter dem vorgelegten Entwurf... dürfte ein Internetprovider seine Nutzer nicht daran hindern, rechtmäßige Inhalte... über das Internet zu senden oder zu empfangen" oder "...dürfte ein Internetprovider seine Nutzer nicht daran hindern, rechtmäßige Programme laufen zu lassen oder rechtmäßige Dienste... in Anspruch zu nehmen..." oder auch "...wäre ein Internetprovider verpflichtet, rechtmäßige Inhalte, Anwendungen und Dienste nicht zu diskriminieren".

Mit anderen Worten: Wann immer eine Handlung des Kunden aus Sicht des Providers nicht das Kriterium der Rechtmäßigkeit erfüllt, könnte er dessen Internetzugang manipulieren oder sogar sperren. Daran lässt die FCC auch selbst keinen Zweifel: "Der Regelentwurf macht klar, dass es Providern gestattet wäre, in schädlichen oder von Nutzern unerwünschten Traffic wie Spam einzugreifen, die Übermittlung von unrechtmäßigen Inhalten wie Kinderpornografie zu verhindern, oder die Übermittlung von Inhalten zu verhindern, wenn diese beispielsweise Urheberrechte verletzen."

Die neuen Regeln, die für jede Art des Internetzugangs gelten sollen, bedeuteten nicht mehr und nicht weniger als den Abschied vom Prinzip der Netzwerkneutralität. Freiheit soll es nur noch im Sinne von Verträgen oder Gesetzen geben. Im Zweifel würde der Internetprovider Zensur ausüben dürfen. In Zukunft würden die Provider - oder der Staat - darüber entscheiden, welche Inhalte Internetznutzer in den USA zu sehen bekommen, mit welchen Programmen oder Geräten sie ins Internet dürfen, und was sie dort sagen oder tun dürfen.

Um festzustellen, ob das, was die Kunden im Internet tun, auch rechtmäßig ist, könnten beziehungsweise müssten die Provider permanent den gesamten Datenverkehr in ihren Leitungen kontrollieren. Im Ergebnis würde so eine gigantische Überwachungsmaschinerie in Gang gesetzt werden, die selbst kaum zu kontrollieren sein dürfte.

Eine Umsetzung der neuen FCC-Regeln würde also nicht weniger bedeuten als das Ende des freien Internets.

Einwände gegen den FCC-Vorschlag müssen bis bei der FCC zum 14. Januar 2010 eingereicht werden. [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Hardware-Angebote

Humpen Hans 26. Okt 2009

stimme ich überein ... dem würden dann aber wahrscheinlich die werbelobby...

mmm123 26. Okt 2009

Die arbeiten nicht nur zusammen, die wohnen auch zusammen.

Youssarian 26. Okt 2009

Alles Geisterfahrer, vertrau mir! Mit 100 Zeilen Reaktion? :-) Deine Idee hat was...

Kontrollfrettchen 25. Okt 2009

Laut FCC haben die Provider auch keinerlei Überwachungspflichten.

Kontrollfrettchen 24. Okt 2009

FCC setzt sich für Netzneutralitaet (alle Inhalte sind gleich wichtig und werden daher...


Folgen Sie uns
       


Sonnet eGFX Box 650W - Test

Die eGFX Box von Sonnet hat 650 Watt und ist ein externes Grafikkarten-Gehäuse. Sie funktioniert mit AMDs Radeon RX Vega 64 und wird per Thunderbolt 3 an ein Notebook angeschlossen. Der Lüfter und das Netzteil sind vergleichsweise leise, der Preis fällt mit 450 Euro recht hoch aus.

Sonnet eGFX Box 650W - Test Video aufrufen
Garmin Fenix 5 Plus im Test: Mit Musik ins unbekannte Land
Garmin Fenix 5 Plus im Test
Mit Musik ins unbekannte Land

Kopfhörer ins Ohr und ab zum Joggen, Rad fahren oder zum nächsten Supermarkt spazieren - ohne Smartphone: Mit der Sport-Smartwatch Fenix 5 Plus von Garmin geht das. Beim Test haben wir uns zwar im Wegfindungsmodus verlaufen, sind von den sonstigen Navigationsoptionen aber begeistert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Garmin im Hands on Alle Fenix 5 Plus bieten Musik und Offlinenavigation

Samsung Flip im Test: Brainstorming mit Essstäbchen und nebenbei Powerpoint
Samsung Flip im Test
Brainstorming mit Essstäbchen und nebenbei Powerpoint

Ob mit dem Finger, dem Holzstift oder Essstäbchen: Vor dem Smartboard Samsung Flip sammeln sich in unserem Test schnell viele Mitarbeiter und schreiben darauf. Nebenbei läuft Microsoft Office auf einem drahtlos verbundenen Notebook. Manche Vorteile gehen jedoch auf Kosten der Bedienbarkeit.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Indien Samsung eröffnet weltgrößte Smartphone-Fabrik
  2. Foundry Samsung aktualisiert Node-Roadmap bis 3 nm
  3. Bug Samsungs Messenger-App verschickt ungewollt Fotos

Battlefield 5 Closed Alpha angespielt: Schneller sterben, länger tot
Battlefield 5 Closed Alpha angespielt
Schneller sterben, länger tot

Das neue Battlefield bekommt ein bisschen was von Fortnite und wird allgemein realistischer und dynamischer. Wir konnten in der Closed Alpha Eindrücke sammeln und erklären die Änderungen.
Von Michael Wieczorek

  1. Battlefield 5 Closed Alpha startet mit neuen Systemanforderungen
  2. Battlefield 5 Schatzkisten und Systemanforderungen
  3. Battlefield 5 Zweiter Weltkrieg mit Sprengkraft

    •  /