Spieletest: Ratchet & Clank - A Crack In Time
Inhaltlich bietet das Programm den gewohnten Mix aus Geschicklichkeit, Action und Rätseleinlagen. Die meiste Zeit steuert der Spieler Ratchet, der Schrauben einsammelt, über Plattformen hüpft und an Vorsprüngen kraxelt sowie sich mit einem großen Arsenal unterschiedlichster, meist abgedrehter Waffen die Feinde vom Hals hält. Einmal mehr überzeugt die technische Umsetzung: Dank fast immer perfekt platzierter Kamera und ebenso einfacher wie eingängiger Bedienung gerät das Lenken von Ratchet und der Wechsel zwischen seinen Gadgets zum Kinderspiel.
Serienveteranen freuen sich über neue Extras – etwa die praktischen Hover-Stiefel, mit denen er schneller und einfacher durch die weitläufigen Level spaziert und die helfen, hoch gelegene Plattformen zu erreichen. Zudem gibt es bekannte Spielereien in neuer Ausführung, etwa die Groovitronbälle, mit denen sich Kontrahenten zum Tanzen zwingen lassen. Von Zeit zu Zeit nimmt Ratchet übrigens auch wieder im Raumschiff Platz – im Vergleich zu früheren Weltall-Flügen sind diese Passagen jetzt deutlich spannender und abwechslungsreicher gehalten, Luft-Gefechte und Ausflüge auf kleine Planeten für Nebenquests inklusive.
Der Roboter Clank spielt im direkten Vergleich eine kleinere Rolle, wird aber auch immer wieder gesteuert. In den Passagen mit ihm gilt es meist, Kopfnüsse zu knacken. So kann er Zeitbomben schmeißen, um eine Zeitlupe zu erzwingen und auch um sich schnell bewegende Gegner oder Plattformen bezwingbar zu machen. Das Manipulieren der Zeit geht noch einen Schritt weiter, etwa wenn mehrere Plattformen gleichzeitig zu besteigen sind – Clank betritt dann einen Schalter, dreht die Zeit zurück, erschafft sich dadurch mehrere multiple Hologramm-Persönlichkeiten und bedient so weitere Schalter zum gleichen Zeitpunkt. Was zunächst einfach und witzig ist, artet später in komplexes Puzzlen inklusive zahlreicher Ebenen, Fahrstühle und Plattformen aus – Einsteiger werden hier schnell überfordert sein.
Die Story hingegen präsentiert sich nicht nur gewohnt abgedreht, sondern auch für Serieneinsteiger unterhaltsam. Zwar wird direkt an die beiden Vorgänger angeknüpft, dank witziger Erklärungen, Helden-Interviews und gelungener Zwischensequenzen hat aber Spaß, wer die in der Vergangenheit eingeführten Charaktere noch nicht kennt. Die Witzqualität pendelt zwischen gelungen und plump, im Großen und Ganzen versprüht aber auch A Crack In Time den Charme, der die Reihe groß gemacht. Ähnliches gilt für die Optik – gewohnt gut und flüssig werden Welten, Charaktere und Extras dargestellt.
Ratchet & Clank: A Crack In Time erscheint am 6. November 2009 für Playstation 3 und wird etwa 60 Euro kosten. Das Spiel hat eine USK-Freigabe ab 12 Jahren erhalten.
Fazit
Neue Story, mehr Extras und Witze, im Grunde aber das gewohnte Spielprinzip: Die Entwickler von Insomniac Games haben sich auf die Stärken der Reihe verlassen und einen perfekt spielbaren, ungemein unterhaltsamen, vor allem im späteren Verlauf aber auch recht knackigen Actiontitel erschaffen. Wer grundlegend Neues erwartet, könnte enttäuscht werden. Anhänger der Serie und Fans perfekt spielbarer Action-Adventures hingegen finden kaum einen Grund zur Kritik.
- Anzeige Hier geht es zur Playstation 5 Pro bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.



