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IMHO: Spielspaßbremse Bezahlinhalt

Zusatzinhalte sind toll - aber nicht, wenn sie nur der Profitmaximierung dienen

Hier ein paar Euro für einen neuen Level, da nur wenige hundert Cent für eine Extramission: Zusatzinhalte für Computerspiele sind in die Hände der Marketingleute gefallen. Egal ob Dragon Age Origins, Mass Effect 2 oder Fable 3 - auf Kosten des Spielspaßes wird immer mehr abkassiert.

Artikel veröffentlicht am ,

Eigentlich sind Zusatzinhalte für Computerspiele eine tolle Sache. Wenn ein Entwicklerteam sein Werk beendet und veröffentlicht hat, die Community dann aber gelegentlich mit neuen Waffen oder einer zusätzlichen Quest beglückt, dann sind alle zufrieden und haben Spaß. Auch Erweiterungen und Add-ons sind seit jeher fester Teil der Spielebranche.

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Leider sind die Zusatzinhalte inzwischen in die Hände der Marketingleute geraten - und da hört der Spaß auf! Einige Firmen agieren erbärmlich. Besonders schlimm treibt es Electronic Arts mit den Rollenspielen von Bioware. Gleich vom ersten Tag an wird der Kunde zur Kasse gebeten und darf eine Extraquest kaufen. Wenn die bei Veröffentlichung schon fertig ist, warum ist sie dann nicht einfach mit drin im Spiel oder wird kostenlos mit dem ersten Update installiert? Heimtückisch dabei ist, dass man als Spieler das blöde Gefühl haben wird, das gerade gekaufte Produkt sei nicht vollständig. Also investiert man die paar Euro dann eben doch, schließlich will man die nächsten 200 Spielestunden nicht mit einem "Hätte ich doch"-Grummeln im Bauch rumlaufen.

Ähnlich ärgerlich sind weitere Angebote, mit denen die Community aus den Marketingabteilungen unter Beschuss genommen wird. Da machen Inhalte Reklame für das nächste Produkt, oder es gibt nur bei Händler A den einen Spezialgegenstand obendrauf und bei Händler B einen anderen. Wer als leidenschaftlicher Fan beide möchte, muss sehr tief in die Tasche greifen.

All diesen Angeboten ist gemein, dass sie vordergründig nicht nötig sind. Es geht auch ohne die besondere Rüstung oder den Extraschießprügel. Aber trotzdem wird suggeriert: Komm schon, die paar Euro kannst du als Fan doch ausgeben, oder...? Allerdings sollten derart blöde Gefühle bei Computerspielen möglichst selten vorkommen.

Richtig problematisch wird es für Spieler und Branche, wenn sich die Ideen von Peter Molyneux durchsetzen. Er möchte, dass Spieler etwa an Gegenstände wie ein Schwert nicht durch Erfahrungspunkte oder eine spannende Quest gelangen, sondern sie kaufen. Führt das nicht sehr schnell einen der Grundgedanken von Computerspielen ad absurdum - nämlich: mit eigenem Geschick eine Herausforderung bestehen und Erfolg haben?

Noch kritischer zu bewerten ist die Idee, Lösungen oder Tipps direkt im Spiel gegen Geld anzubieten: Jede Wette, dass dann früher oder später irgendwelche Möchtegern-Markting-Genies mal nett mit dem Spieledesigner plaudern, ob sich der Schwierigkeitsgrad nicht an ein, zwei Stellen auch so einstellen ließe, dass es ohne Kauflösung... - sagen wir mal: ein winziges bisschen zu herausfordernd wäre. Schließlich würde dann ja der kostenpflichtige Tipp weiterhelfen können.

Warum nicht so: Künftig steht der Spieler nach Spielstart neben einer verschlossenen Tür. Der virtuelle Schlüssel kostet echte 10 Euro. Und wer das Geld ausgibt und durch die Pforte läuft, bekommt sofort alle Gegenstände, Erfahrungspunkte und sieht den Abspann. Maximaler Profit, minimaler Spielspaß!

IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

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Metzelkaters... 03. Aug 2010

Die Hersteller sind dumm genug, nicht zu merken, das die Spieler durch diese ständige...

spanther 26. Okt 2009

Jop genauso sehe ich das auch mit diesen Spielchen, die man erst als Vollversion kaufen...

auch BF-Spieler 26. Okt 2009

Spaß kann man haben, das stimmt. Aber im PvP? Das kommt doch stark auf deine Definition...

Wuzibutz 26. Okt 2009

Wer nicht einsieht monatlich für ein Naaaja...das mit dem P2P MMOs seien Günstiger ist...

^Andreas... 26. Okt 2009

Damals in WoW (vor BC) war es aber noch so, daß Dir noch soviel Gold ab ca. Level 50...


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