Abo
  • Services:

Microsoft nennt Hardware-Limits für Windows 7 Starter

Schnelle Grafik erlaubt, aber weiterhin nur Single-Core-Prozessoren

Die Windows 7 Starter Edition soll das neue Betriebssystem für Netbooks werden. Anders als Windows Vista ist Windows 7 auch auf diesen Geräten sinnvoll nutzbar. Für die günstige Lizenz unterliegen aber auch Windows-7-Netbooks Beschränkungen bei der Ausstattung, die nur wenig erweitert wurden.

Artikel veröffentlicht am ,

Eines der Erfolgsgeheimnisse der Netbooks ist eine verbilligte Lizenz von Microsoft, die wesentlich zu einem niedrigen Gerätepreis beiträgt. Bei den bisherigen Geräten kam dabei die ULCPC-Lizenz (ultra low-cost PCs) für Windows XP Home zum Einsatz, ein entsprechendes Angebot für Windows Vista gab es nicht. Laut unbestätigten Informationen von Netbook-Herstellern waren je nach Volumen für eine solche ULCPC-Lizenz weniger als 10 US-Dollar fällig. Für Standard-PCs ist dieser Preis bei Vista und Windows 7 deutlich höher.

Stellenmarkt
  1. TDM Systems GmbH, Tübingen
  2. über duerenhoff GmbH, Stuttgart

Mit der in einer früheren Version bereits auf Netbooks getesteten Windows 7 Starter Edition will Microsoft für Netbooks und Nettops wieder ein modernes Betriebssystem anbieten. Die zuerst geplante Beschränkung auf drei gleichzeitig laufende Anwendungen hat Microsoft inzwischen aufgehoben, die Starter Edition kann je nach Leistungsfähigkeit des Rechners beliebig viele Programme offen halten.

Ein wichtiger Teil fehlt dem kleinsten Windows 7 aber für den Einsatz auf Netbooks, nämlich die Unterstützung für Multitouch-Displays. Schon jetzt müssen sich die Hersteller von Netbooks mit Touchscreen mit mehr oder weniger gut integrierten Touch-Programmen behelfen, wie das beispielsweise beim Asus Eee PC T91 zu beobachten war. Touch-Funktionen gibt es bei Windows 7 erst ab den Ausgaben Home Premium oder Business, auch die für günstige PCs gedachte Version Home Basic beherrscht sie nicht.

Wie Microsoft Golem.de mitteilte, bleiben die Beschränkungen für die Hardwareausstattung ansonsten fast unverändert - mit einer Ausnahme: Die Größe der Festplatte, die bisher bei 160 GByte lag, ist nun nicht mehr vorgeschrieben. Vor allem die Beschränkung des Hauptspeichers auf 1 GByte bremst die Verwendung von mehreren Anwendungen aus, daher bringen viele Netbooks gleich eine leicht zugängliche Klappe an der Unterseite mit, über die der Anwender den Speicher selbst erweitern kann. Die Beschränkungen für Windows 7 Starter als günstige Netbook-Lizenz lauten im einzelnen:

  • Display: maximal 10,2 Zoll Diagonale
  • Prozessor: Single-Core mit maximal 2,0 GHz und 15 Watt TDP
  • Hauptspeicher: maximal 1 GByte

Beim Display sind diese Daten ein Rückschritt, denn es gibt auch schon Netbooks mit 11- und 12-Zoll-Displays mit der ULCPC-Lizenz von Windows XP. Immerhin schreibt Microsoft die Auflösung nicht vor. Bei den Prozessoren gilt bis auf den von 1,6 GHz gesteigerten Takt die bisherige Grenze.

Unter einem Single-Core versteht Microsoft einen physischen Kern, das HyperThreading der Atom-CPUs, das dem Betriebssystem zwei Kerne darstellt, fällt nicht unter diese Beschränkung. Zudem sind die 15 Watt TDP laut Microsoft ohne den Chipsatz zu verstehen. Damit passt der erste Athlon Neo mit 15 Watt noch genau in das Limit, sein Nachfolger Neo X2 mit zwei Kernen und 18 Watt TDP aber nicht mehr. Intels Single-Atoms haben - ohne Chipsatz - ohnehin stets unter 15 Watt TDP.

Bei den Grafikfunktionen gibt es keine Beschränkung mehr. Bisher waren für die ULCPC-Lizenz maximal Funktionen nach DirectX-9 erlaubt, sodass beispielsweise Nvidias Ion-Plattform mit ihrer Chipsatzgrafik nach DirectX-10 im Baustein 9400M kein günstiges Windows erhalten konnte. Das ist nun kein Problem mehr, ebenso können PC-Hersteller externe Grafikbausteine verwenden, die jedoch deutlich mehr Energie benötigen und so entweder einen größeren Akku benötigen oder kürzere Laufzeiten nach sich ziehen.

Die aktuelle Bestätigung der Hardware-Beschränkungen für Windows 7 Starter entspricht damit den Daten, die bereits im Mai 2009 bekannt wurden.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-15%) 33,99€
  2. (-80%) 11,99€
  3. (-77%) 6,99€
  4. für 2€ (nur für Neukunden)

spanther 08. Okt 2010

Ach nein? Eine Softwaretechnische künstliche Limitierung/Sperre ist KEINE künstliche...

Jeem 23. Okt 2009

Sowas gibt es schon, und zwar wesentlich länger als Netbooks. Nennt sich Subnotebook...

Jeem 23. Okt 2009

Leider nicht. Hätten sie jemals die von Dir erfragten 800 Milliarden an die EU gezahlt...

Jeem 23. Okt 2009

Bei Tech-Masochisten ganz bestimmt... :-)

Himmerlarschund... 23. Okt 2009

Falsche Antwort auf die falsche Frage. Amarok ist nicht bei Linux dabei, sondern wir von...


Folgen Sie uns
       


Nubia X - Hands on (CES 2019)

Das Nubia X hat nicht einen, sondern gleich zwei Bildschirme. Wie der Hersteller die Dual-Screen-Lösung umgesetzt hat, haben wir uns auf der CES 2019 angeschaut.

Nubia X - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Raspberry Pi: Spieglein, Spieglein, werde smart!
Raspberry Pi
Spieglein, Spieglein, werde smart!

Ein Spiegel, ein ausrangierter Monitor und ein Raspberry Pi sind die grundlegenden Bauteile, mit denen man sich selbst einen Smart Mirror basteln kann. Je nach Interesse können dort dann das Wetter, Fahrpläne, Nachrichten oder auch stimmungsvolle Bilder angezeigt werden.
Eine Anleitung von Christopher Bichl

  1. IoT mit LoRa und Raspberry Pi Die DNA des Internet der Dinge
  2. Bewegungssensor auswerten Mit Wackeln programmieren lernen
  3. Raspberry Pi Cam Babycam mit wenig Aufwand selbst bauen

Begriffe, Architekturen, Produkte: Große Datenmengen in Echtzeit analysieren
Begriffe, Architekturen, Produkte
Große Datenmengen in Echtzeit analysieren

Wer sich auch nur oberflächlich mit Big-Data und Echtzeit-Analyse beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe und Lösungen, die sich nicht sofort erschließen. Warum brauche ich eine Nachrichten-Queue und was unterscheidet Apache Hadoop von Kafka? Welche Rolle spielt das in einer Kappa-Architektur?
Von George Anadiotis


    Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
    Mac Mini mit eGPU im Test
    Externe Grafik macht den Mini zum Pro

    Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
    Ein Test von Marc Sauter

    1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
    2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
    3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

      •  /