• IT-Karriere:
  • Services:

Nook - der E-Book-Reader mit zwei Displays

Ein Display zum Lesen, eines zum Navigieren

Die US-Buchhandelskette Barnes & Noble hat in New seinen E-Book-Reader Nook vorgestellt. Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Lesengeräten sind die zwei Bildschirme: ein schwarz-weißer zum Lesen und ein farbiger für das Nutzermenü. Als Betriebssystem nutzt das Gerät Android.

Artikel veröffentlicht am ,

E-Book-Reader gibt es inzwischen eine ganze Reihe auf dem Markt - so viele, dass es für die Anbieter schwierig wird, sich von den Konkurrenten zu unterscheiden. Der Nook von Barnes & Noble hebt sich vor allem durch seine zwei Bildschirme von anderen Geräten ab.

Stellenmarkt
  1. Deloitte, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Stuttgart
  2. Allianz Beratungs und Vertriebs-AG, München-Unterföhring

Gelesen wird auf dem großen Bildschirm, einem rund 15 cm (6 Zoll) großen E-Ink-Display mit acht Graustufen. Darunter ist ein knapp 9 cm großes farbiges LC-Display. Es ist berührungsempfindlich und dient als Nutzermenü. Grund für die Zweiteilung ist, dass das E-Ink-Display langsamer ist als das LC-Display. Damit letzteres mit seiner Hintergrundbeleuchtung den Akku nicht zu sehr belastet, wird es ausgeschaltet, wenn es nicht gebraucht wird. Aktiviert wird es über einen Knopf, der zwischen den beiden Displays sitzt.

Farbige Menüsektionen

Das Menü ist in mehrere farbige Sektionen unterteilt. Unter "My Library" ruft der Nutzer die E-Books auf dem Reader auf: Auf dem Farbdisplay erscheinen die Titelblätter aller auf dem Gerät gespeicherten Bücher. Klickt der Nutzer das Cover an, kann er das Buch öffnen und lesen. Geblättert wird über "Vor"- und "Zurück"-Tasten, die sich auf beiden Seiten des Displays befinden. Über die Option "Just Reading" springt der Leser später wieder zur richtigen Stelle im Text.

Über die Schaltfläche "Shop" kommt der Nutzer direkt in den im Juli eröffneten E-Book-Shop von Barnes & Noble. Im Farbdisplay werden Buchtitel angezeigt. Klickt der Nutzer einen an, erscheint im großen Fenster eine Zusammenfassung. Der Kauf wird dann über den kleinen Touchscreen abgewickelt. Geladen werden die Bücher über das Mobilfunknetz von AT&T oder über WLAN (802.11 b/g), das Barnes & Noble in seinen Filialen den Nook-Besitzern kostenlos zur Verfügung stellt

Drahtloses Zeitungsabonnement

Nutzer können auf dem Gerät nicht nur Bücher, sondern auch Zeitungen und Zeitschriften lesen. Diese Inhalte werden ebenfalls drahtlos auf das Gerät geladen, so dass der Nutzer morgens auf dem Weg zur Arbeit nicht mehr die Zeitung aufschlägt, sondern sie auf dem Nook öffnet.

Außerdem bietet der E-Book-Reader die Möglichkeit, E-Books an Freunde zu verleihen: Ruft der Nutzer aus seiner digitalen Bibliothek ein Buch auf, erscheint in dem Farbdisplay die Option "Lend" (Verleihen), über die der Nutzer einem anderen den digitalen Text zwei Wochen lang zur Verfügung stellen kann. Wie das mit digitalem Rechtemanagement (DRM) vereinbart ist, verrät Barnes & Noble allerdings nicht.

Speicher für 1.500 Bücher

Das Gerät ist etwa 20 mal 12 cm groß und etwa mehr als 1 cm dick. Das Gewicht liegt bei knapp 320 gr. An internem Speicher stehen 2 GB zur Verfügung, was für rund 1.500 Bücher reichen soll. Das Gerät verfügt über einen Steckplatz für MicroSD-Karten. Es kann Karten bis zu einer Größe von 16 GB verarbeiten - genug Platz für mehr als 17.000 literarischen Werke. Das Gerät kann Texte im eReader-Format, dessen Hersteller Fictionwise die Buchhandelskette Anfang des Jahres gekauft hat, sowie in den Formaten ePub und PDF darstellen.

Außer zum Lesen kann das Nook auch als MP3-Player verwendet werden. Dazu hat das Gerät einen 3,5mm-Klinkenausgang für den Kopfhörer und einen Lautsprecher. Außerdem zeigt es Bilder in den Formaten bmp, gif, jpg, png an. Multimedia- und PDF-Dateien können nicht drahtlos, sondern nur über die Speicherkarte oder per USB vom Computer aus auf das Gerät übertragen werden.

Die Akkuladezeit gibt Barnes & Noble mit 3,5 Stunden an. Werden die Drahtlos-Schnittstellen abgeschaltet, soll eine Ladung für zehn Tage Lesen oder 26 Stunden Musikhören ausreichen.

Applikationen für Nook

Beim Betriebssystem hat sich Barnes & Noble für das von Google entwickelte Android (Version 1.5) entschieden. Ein Grund sei gewesen, dass Entwickler Applikationen für dieses Betriebssystem entwickeln können, sagte Barnes & Noble-Chef William Lynch dem US-Branchendienst Cnet. Derzeit gibt es jedoch noch keine für das Nook. Obwohl es sowohl über zwei drahtlose Schnittstellen und einen Onlinezugang zum E-Book-Shop verfügt, sei eine weitere Internetnutzung nicht vorgesehen, so Lynch. "Browser sind auf einem E-Ink-Display zu schwerfällig."

Nook soll Ende November in den USA zu einem Preis von 259 US-Dollar auf den Markt kommen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)

OoOo 23. Okt 2009

Zitat Text: Grund für die Zweiteilung ist, dass das E-Ink-Display langsamer ist als das...

Siga9876 22. Okt 2009

Mach mal eine Liste von Hardware die mit Android verkauft wird, und man kriegt wohl eine...

Siga9876 21. Okt 2009

Gutenberg ist nicht kostenlos ? Kataloge, Stadtpläne, Einkaufsverzeichnisse, Messe...

William 21. Okt 2009

Im Video sieht man schön, wie die Dame sich durch mehrere Menüeinträge hangelt um den...

bugmenot 21. Okt 2009

Das wollen die doch. Wenn ich mir jemals einen Ebookreader zulege, dann einen ohne Funk...


Folgen Sie uns
       


Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man mit DeepFaceLab arbeitet.

Eigene Deep Fakes mit DeepFaceLab - Tutorial Video aufrufen
Elektroschrott: Kauft keine kleinen Konsolen!
Elektroschrott
Kauft keine kleinen Konsolen!

Ich bin ein Fan von Retro. Und ein Fan von Games. Und ich habe den kleinen Plastikschachteln mit ihrer schlechten Umweltbilanz wirklich eine Chance gegeben. Aber es hilft alles nichts.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. IMHO Porsche prescht beim Preis übers Ziel hinaus
  2. Gaming Konsolenkrieg statt Spielestreaming

Sendmail: Software aus der digitalen Steinzeit
Sendmail
Software aus der digitalen Steinzeit

Ein nichtöffentliches CVS-Repository, FTP-Downloads, defekte Links, Diskussionen übers Usenet: Der Mailserver Sendmail zeigt alle Anzeichen eines problematischen und in der Vergangenheit stehengebliebenen Softwareprojekts.
Eine Analyse von Hanno Böck

  1. Überwachung Tutanota musste E-Mails vor der Verschlüsselung ausleiten
  2. Buffer Overflow Exim-Sicherheitslücke beim Verarbeiten von TLS-Namen
  3. Sicherheitslücke Buffer Overflow in Dovecot-Mailserver

Quantencomputer: Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits
Quantencomputer
Intel entwickelt coolen Chip für heiße Quantenbits

Gebaut für eine Kühlung mit flüssigem Helium ist Horse Ridge wohl der coolste Chip, den Intel zur Zeit in Entwicklung hat. Er soll einen Quantencomputer steuern, dessen Qubits mit ungewöhnlich hohen Temperaturen zurechtkommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. AWS re:Invent Amazon Web Services bietet Quanten-Cloud-Dienst an
  2. Quantencomputer 10.000 Jahre bei Google sind 2,5 Tage bei IBM
  3. Google Ein Quantencomputer zeigt, was derzeit geht und was nicht

    •  /