Call of Duty 6: Dedicated-Server-Streichung wegen Cheatern
Mittlerweile fast 118.000 PC-Spieler haben in einer Onlinepetition(öffnet im neuen Fenster) das Entwicklerteam Infinity Ward aufgefordert, doch noch Dedicated Server in Call of Duty: Modern Warfare 2 anzubieten – und nicht ausschließlich, wie geplant, über ein neues Portal namens IWNet. Nun erklären die beiden Chefs des Studios ihre Sicht der Dinge. Nach Auffassung von Vince Zampella und Jason West hat das bisherige System zu vielen Problem geführt: Massen an Servern mit Cheatern, in sich geschlossene Communities sowie große und kaum nachvollziehbare Skill-Unterschiede. Viele Spieler hätten große Schwierigkeiten gehabt, einfach online Spaß zu haben.
"Wir fänden es schön, wenn die Fans das Spiel tatsächlich spielen könnten", erklärte West dem amerikanischen Fachmagazin Game Informer(öffnet im neuen Fenster). Anscheinend haben sich viele Kunden beschwert, dass das für sie in früheren Call of Dutys nicht möglich gewesen sei. "Wir richten uns jetzt in erster Linie nach den Spielern jenseits der Modder und Tuner", sagte West.
Außerdem gebe es jetzt die Möglichkeit, die Community direkt zu unterstützten und beispielsweise durch Infinity Ward organisierte Turniere zu veranstalten. Der Kampf gegen Raubkopierer spiele beim Verzicht auf Dedicated Server keine große Rolle – dafür sei eher die Steam-Pflicht zuständig.
Robert Browning – der Mitarbeiter von Infinity Ward, der den Verzicht auf Dedicated Server ursprünglich bekannt gegeben hatte – erklärt in seinem Blog ebenfalls(öffnet im neuen Fenster), warum er das neue Matchmakingportal für einen Fortschritt hält. Er schreibt, dass sich für Clans wenig ändere, schließlich sei es auf IWNet möglich, private Spielrunden etwa für das Training einzurichten, oder gezielt andere Clans zu Matches aufzufordern.
Es sei lediglich nicht mehr möglich, das Spiel tiefergehend zu verändern – damit meint er neue Maps oder Wallhacks. Ein Großteil der rund 2.600 Kommentare (Stand 21. Oktober 20009, 10.30 Uhr) unter seinem Beitrag sieht die Sache deutlich anders.
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