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Bookserver - Internet Archive mit eigenem E-Book-Angebot

Konkurrenz zu Amazon und Google. Das Internet Archive hat ein eigenes Angebot für E-Books aufgebaut. Über Bookserver sollen digitale Bücher verkauft oder verliehen werden.
/ Werner Pluta
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Die Plattform soll – ähnlich wie das Angebot Scribd – Verlagen, Bibliotheken, Buchhändlern und Autoren offen stehen. Anders als Amazons Kindle-Shop oder der E-Book-Shop von Barnes & Noble soll das Angebot von Archive.org Nutzern mit allen erdenklichen Lesegeräten zur Verfügung – vergleichbar einem Webserver, von dem Informationen auch unabhängig von Betriebssystem und Browser abgerufen werden können.

Offene Plattform

Die Idee sei, ein offenes System zu schaffen, das es Suchmaschinen ermögliche, die Bücher, die aus unterschiedlichen Quellen stammen, zu indizieren, erläuterte Brewster Kahle, Gründer des Internet Archive, dem US-Branchendienst Cnet(öffnet im neuen Fenster) . So könnten die Anbieter ihre Werke indizieren lassen und einfach über Bookserver(öffnet im neuen Fenster) vertreiben.

Die Idee zu dem Projekt habe er schon lange vor der Entwicklung des World Wide Web gehabt. Erst jetzt stehe die nötige Technik dafür bereit. Universellen Zugang zu freien Inhalten gebe es bereits, so Kahle. "Jetzt brauchen wir universellen Zugang zum gesamten Wissen. Aber das wird nicht vollständig kostenlos sein."

Legale Bücherdigitalisierung

Die Internet-Archivare haben bereits vor einigen Jahren mit anderen Organisationen die Open Content Alliance ins Leben gerufen, die Bücher, deren Urheherrechtsschutz abgelaufen ist, digitalisiert. Der Fundus beläuft sich derzeit auf über eine Million Bücher, die als PDF oder im ePub-Format zur Verfügung stehen.

Der Bookserver ist sicher nicht nur eine Kampfansage an die verschiedenen proprietären Onlinebookshops , sondern auch an Googles digitalen Buchladen, Google Editions, der Anfang 2010 starten soll. Darüber will Google seine digitalisierten Bücher vermarkten. Das Internet Archive ist ein bekennender Gegner von Googles Buchprogramm. Es gehört zu den Gründern der Open Book Alliance , der sich auch Amazon, Microsoft und Yahoo angeschlossen haben.


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