Xing will Datenkopieren unter Mitgliedern verhindern

Kritiker sehen aber schon die Freizügigkeit gegenüber Google als Problem

Die Möglichkeit, dass angemeldete Nutzer ihnen regulär zugängliche Daten aus Social Networks kopieren, beschäftigt nach dem SchülerVZ-Vorfall die Branche. Das Xing-Team hält so etwas bei sich nicht für ausgeschlossen, will aber Gegenmaßnahmen ergreifen.

Artikel veröffentlicht am ,

Im offiziellen Xing-Blog schreibt Christian Burtchen, technischer Redakteur der Xing AG, über das aktuelle Thema Daten-Crawling und wie Nutzer sich schützen können. Ein Crawler wie der von Google erkenne bei entsprechender Privatsphäreneinstellung nur die auch außerhalb des Netzwerks sichtbaren Daten.

Stellenmarkt
  1. IT-Fachinformatiker - Systemintegration (m/w/d)
    Schul-IT Region Osnabrück e.V., Bissendorf
  2. Instandhaltungskoordinator (m/w/d) -Schwerpunkt SAP-PM
    August Storck KG, Halle (Westfalen)
Detailsuche

Allerdings gebe es noch "das automatische Auslesen von Mitgliederdaten durch ein eingeloggtes Mitglied" als Möglichkeit. Burtchen schließt das demnach auch nicht bei Xing aus, ergreife aber "Maßnahmen, um das zu verhindern".

Der Journalist Peter Schink hat sich Xing deshalb einmal näher angesehen und schreibt im eigenen Blog darüber. Ein eigener Crawler sei gar nicht nötig, Google reiche aus. "Eines vorweg: Xing hat eine kleine Unschönheit, die Daten für Google leicht zugänglich macht... Wer nicht in den Privatsphäre-Einstellungen das Crawlen des eigenen Profils durch Suchmaschinen ausschließt, gibt eine Menge von sich preis - genauso viel, wie jeder eingeloggte (!) Nutzer sehen würde."

Damit kenne Google die wichtigsten Business-Daten, den Status, den schulischen und beruflichen Werdegang, das soziale Netzwerk und die Einträge des Gästebuchs.

Golem Karrierewelt
  1. IT-Sicherheit für Webentwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.09.2022, Virtuell
  2. AZ-500 Microsoft Azure Security Technologies (AZ-500T00): virtueller Vier-Tage-Workshop
    28.11.-01.12.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

"Das ist insofern unschön, weil kaum jemand ahnt, wie viel dadurch bereits mit einfachen Google-Anfragen möglich wird", so Schink. Etwa dass "mindestens 753 Singles" auf eine Kontaktanfrage warten und mehr als 1.000 Menschen ihre Adresse über Xing preisgeben.

Zwar ist Xing eben eine Kontaktplattform, bei der es um neue geschäftliche Kontakte und nebenbei auch um Freizeit und Flirten geht. Schink kritisiert jedoch, dass vielen nicht bewusst sei, wie freizügig die Grundeinstellungen von Xing sind.

"Die Unachtsamen werden bewusst an die Suchmaschine verfüttert", so Schink. "Social Networks sollten sich von so viel Freizügigkeit gegenüber Suchmaschinen verabschieden. Diese Entscheidung können sie nicht einfach Nutzern überlassen, die mit Einstellungen ihrer Privatsphäre ganz offensichtlich überfordert sind. Wollten die Xings und VZs ihre Kunden wirklich schützen, wäre die Abkehr von zu viel Suchmaschinenoptimierung ein konsequenter Schritt."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


fusswurst 27. Jul 2010

Du weisst nicht ob Du gerade nach dir selber gesucht hat?? "Denk ma' drueba nach...

Loide 21. Okt 2009

Niemand muss seine Daten so auf der Website stehen haben, dass sie Suchmaschinen auslesen...

me2 21. Okt 2009

Würd ich nicht so sehen: Man bemerke die Zukunftsformen. Zugute halten kann man ihnen...

504MB 20. Okt 2009

Steht doch da...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
US-Whistleblower  
Putin verleiht Snowden die russische Staatsbürgerschaft

US-Whistleblower Edward Snowden ist nun auch russischer Staatsbürger. Für den Krieg gegen die Ukraine kann er aber vorerst nicht eingezogen werden.

US-Whistleblower: Putin verleiht Snowden die russische Staatsbürgerschaft
Artikel
  1. Pendix eDrive: Ein E-Bike wie kein anderes
    Pendix eDrive
    Ein E-Bike wie kein anderes

    Pendix bietet einen Umbausatz, mit dem aus normalen Fahrrädern E-Bikes werden. Nicht ganz billig - aber auf jeden Fall ein Vergnügen.
    Ein Test von Martin Wolf

  2. Effizienter und schneller: Die Bundeswehr wird digitaler
     
    Effizienter und schneller: Die Bundeswehr wird digitaler

    Viele Unternehmen und Organisationen haben erkannt, dass Digitalisierung das Arbeitsleben effizienter machen kann. Bereits auf einem sehr guten Weg ist die Bundeswehr.
    Sponsored Post von BWI

  3. Nutzfahrzeug: Citroën Berlingo in einen 2CV-Kastenwagen verwandelt
    Nutzfahrzeug
    Citroën Berlingo in einen 2CV-Kastenwagen verwandelt

    Citroën und ein Karosseriebauer haben den Citroën Berlingo im Stil des 2CV Typ AU mit Wellblechaufbau verwandelt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek: PC-Tower, Cooling & Co. • Günstig wie nie: Asus RX 6700 XT 539€, FIFA 23 PS5 59,99€, Acer 31,5" 4K 144 Hz 899€, MSI RTX 3090 1.159€ • AMD Ryzen 7 5800X 287,99€ • Xbox Wireless Controller 49,99€ • MindStar (Gigabyte RTX 3060 Ti 522€) [Werbung]
    •  /