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Xing will Datenkopieren unter Mitgliedern verhindern

Kritiker sehen aber schon die Freizügigkeit gegenüber Google als Problem. Die Möglichkeit, dass angemeldete Nutzer ihnen regulär zugängliche Daten aus Social Networks kopieren, beschäftigt nach dem SchülerVZ-Vorfall die Branche. Das Xing-Team hält so etwas bei sich nicht für ausgeschlossen, will aber Gegenmaßnahmen ergreifen.
/ Christian Klaß
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Im offiziellen Xing-Blog schreibt Christian Burtchen, technischer Redakteur der Xing AG, über das aktuelle Thema Daten-Crawling und wie Nutzer sich schützen können(öffnet im neuen Fenster) . Ein Crawler wie der von Google erkenne bei entsprechender Privatsphäreneinstellung nur die auch außerhalb des Netzwerks sichtbaren Daten.

Allerdings gebe es noch "das automatische Auslesen von Mitgliederdaten durch ein eingeloggtes Mitglied" als Möglichkeit. Burtchen schließt das demnach auch nicht bei Xing aus, ergreife aber "Maßnahmen, um das zu verhindern" .

Der Journalist Peter Schink hat sich Xing deshalb einmal näher angesehen(öffnet im neuen Fenster) und schreibt im eigenen Blog darüber. Ein eigener Crawler sei gar nicht nötig, Google reiche aus. "Eines vorweg: Xing hat eine kleine Unschönheit, die Daten für Google leicht zugänglich macht... Wer nicht in den Privatsphäre-Einstellungen das Crawlen des eigenen Profils durch Suchmaschinen ausschließt, gibt eine Menge von sich preis – genauso viel, wie jeder eingeloggte (!) Nutzer sehen würde."

Damit kenne Google die wichtigsten Business-Daten, den Status, den schulischen und beruflichen Werdegang, das soziale Netzwerk und die Einträge des Gästebuchs.

"Das ist insofern unschön, weil kaum jemand ahnt, wie viel dadurch bereits mit einfachen Google-Anfragen möglich wird" , so Schink. Etwa dass "mindestens 753 Singles" auf eine Kontaktanfrage warten und mehr als 1.000 Menschen ihre Adresse über Xing preisgeben.

Zwar ist Xing eben eine Kontaktplattform, bei der es um neue geschäftliche Kontakte und nebenbei auch um Freizeit und Flirten geht. Schink kritisiert jedoch, dass vielen nicht bewusst sei, wie freizügig die Grundeinstellungen von Xing sind.

"Die Unachtsamen werden bewusst an die Suchmaschine verfüttert" , so Schink. "Social Networks sollten sich von so viel Freizügigkeit gegenüber Suchmaschinen verabschieden. Diese Entscheidung können sie nicht einfach Nutzern überlassen, die mit Einstellungen ihrer Privatsphäre ganz offensichtlich überfordert sind. Wollten die Xings und VZs ihre Kunden wirklich schützen, wäre die Abkehr von zu viel Suchmaschinenoptimierung ein konsequenter Schritt."


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