Abo
  • Services:

Der LHC ist kalt

Teilchenbeschleuniger auf Betriebstemperatur

Alle Sektoren des Teilchenbeschleunigers Large Hadron Collider haben Betriebstemperatur erreicht. Jetzt werden die Magnete und das neue Sicherheitssystem getestet.

Artikel veröffentlicht am ,

In der vergangenen Woche sei der letzte der Sektoren auf 1,9 Kelvin herunter gekühlt worden, teilte der Betreiber, das europäische Kernforschungszentrum Cern in Genf, mit. Damit hat der Large Hadron Collider (LHC) seine Betriebstemperatur erreicht. Das sei ein wichtiger Schritt.

 

Stellenmarkt
  1. Bayerisches Landesamt für Steuern, Nürnberg, München
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München

Sobald die Sektoren gekühlt sind, werden die supraleitenden Magnete, die die Teilchenstrahlen in eine ringförmige Bahn zwingen, in Betrieb genommen. In drei Sektoren werden sie derzeit mit einer Stromstärke von 2.000 Ampere betrieben, in drei anderen mit weniger. In den kommenden Wochen wollen die Wissenschaftler die Stromstärke schrittweise erhöhen, bis in allen Sektoren 6.000 Ampere erreicht sind, die notwendig sind, um Teilchenstrahlen mit 3,5 Tera-Elektronenvolt (TeV) zu betreiben.

Mit dieser Energie soll der LHC anfangs betrieben werden, wenn er im November neu gestartet wird. Der Beschleuniger ist zwar dafür ausgelegt, dass Teilchenstrahlen mit einer Energie von 7 TeV hindurchgejagt werden können. Beim Neustart soll der LHC aber zunächst nur mit halber Kraft betrieben werden, um die Magnete noch nicht voll zu belasten. Wenn die Magnete halten, soll im Laufe des Jahres 2010 die Energie auf 5 TeV erhöht werden. Der Betrieb mit 7 TeV ist erst nach der Winterpause 2010/11 geplant.

Intensive Tests

Außerdem werden auch die Verbindungen zwischen den Sektoren getestet. Im September 2008 war an einer Schweißverbindung zwischen zwei supraleitenden Magneten ein Lichtbogen entstanden, der einen Heliumtank beschädigte. Durch das Loch waren rund 6 Tonnen Helium, das als Kühlmittel für die Magnete dient, entwichen. Der Schaden hat den Teilchenbeschleuniger ein Jahr lang lahm gelegt.

Um einen solchen Schaden künftig auszuschließen, wurde der LHC mit einem Sicherheitssystem ausgestattet. Das wird die Verbindungen zwischen den Magneten überwachen und sofort die Stromzufuhr stoppen, wenn es irgendwelche Unregelmäßigkeiten feststellt. Auch dieses System wird derzeit intensiven Tests unterzogen.

Der Anfang September 2008 in Betrieb genommene LHC ist der derzeit leistungsfähigste Teilchenbeschleuniger der Welt. In der 27 Kilometer langen, ringförmigen Anlage wollen die Forscher einige grundlegende Fragen der Teilchenphysik klären.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)

Karenai 29. Okt 2009

Mit all den Dukaten und Goldstücken hätte man auch mehr Hexen verbrennen können und...

Tobias_ch 22. Okt 2009

immer das selbe, man fragt euch etwas und ihr kommt mit, wikipedia weisst du eigentlich...

Gina Wilds... 20. Okt 2009

Ich tippe auf die Illuminaten!

ilumidarki 20. Okt 2009

wäre der LHC im jahr 2008 in betrieb geangen wäre 50 monate später nach prof rössle die...

Ethics Gradient 20. Okt 2009

Heisst das Kelvin war ein unverbesserlicher Optimist?


Folgen Sie uns
       


Blackberry Key2 - Test

Das Blackberry Key2 überzeugte uns nicht im Test - trotz guter Tastatur.

Blackberry Key2 - Test Video aufrufen
Raumfahrt: Großbritannien will wieder in den Weltraum
Raumfahrt
Großbritannien will wieder in den Weltraum

Die Briten wollen eigene Raketen bauen und von Großbritannien aus starten. Ein Teil des Geldes dafür kommt auch von Investoren und staatlichen Investitionsfonds aus Deutschland.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Esa Sonnensystemforschung ohne Plutonium
  2. Jaxa Japanische Sonde Hayabusa 2 erreicht den Asteroiden Ryugu
  3. Mission Horizons @Astro_Alex fliegt wieder

Always Connected PCs im Test: Das kann Windows 10 on Snapdragon
Always Connected PCs im Test
Das kann Windows 10 on Snapdragon

Noch keine Konkurrenz für x86-Notebooks: Die Convertibles mit Snapdragon-Chip und Windows 10 on ARM sind flott, haben LTE integriert und eine extrem lange Akkulaufzeit. Der App- und der Treiber-Support ist im Alltag teils ein Manko, aber nur eins der bisherigen Geräte überzeugt uns.
Ein Test von Marc Sauter und Oliver Nickel

  1. Qualcomm "Wir entwickeln dediziertes Silizium für Laptops"
  2. Windows 10 on ARM Microsoft plant 64-Bit-Support ab Mai 2018
  3. Always Connected PCs Vielversprechender Windows-RT-Nachfolger mit Fragezeichen

Razer Huntsman im Test: Rattern mit Infrarot
Razer Huntsman im Test
Rattern mit Infrarot

Razers neue Gaming-Tastatur heißt Huntsman, eine klare Andeutung, für welchen Einsatzzweck sie sich eignen soll. Die neuen optomechanischen Switches reagieren schnell und leichtgängig - der Geräuschpegel dürfte für viele Nutzer aber gewöhnungsbedürftig sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Huntsman Razer präsentiert Tastatur mit opto-mechanischen Switches
  2. Razer Abyssus Essential Symmetrische Gaming-Maus für Einsteiger
  3. Razer Nommo Chroma im Test Blinkt viel, klingt weniger

    •  /