Openoffice.org 3.2: Betaversion ist fertig

Viele Neuerungen hat die Diagramm-Komponente von Openoffice.org erfahren. So stehen nun auch Blasendiagramme bereit, die neben einer X- und Y-Koordinate einen weiteren Wert aufweisen, um die Größe einer Blase zu bestimmen. Ergänzend zum normalen Netzdiagramm gibt es nun auch eines, das den Bereich zwischen den Linien ausfüllt. Ferner lässt sich der Text von Datenbezeichnungen in Diagrammen nun drehen und verschiedene kleine Optimierungen sollen die Arbeit mit dem Diagrammwerkzeug vereinfachen.
Datenbankformulare können nun wie andere Dokumente nach Belieben vergrößert und verkleinert werden und innerhalb von Base gab es eine Reihe kleinerer Verbesserungen, um die Arbeit und Konfiguration einer Datenbank zu vereinfachen. Auch die Tabellenkalkulation erhielt mehrere kleine Neuerungen, damit der Nutzer schneller zu Ergebnissen kommt. So lassen sich zusammengefügte Zellen nun aus der Zwischenablage in andere zusammengefügte Zellen einfügen. Zudem lässt sich eine Zellauswahl nun leichter aufheben und im Standardfilter stehen mehr Optionen bereit.
Sowohl Impress als auch Draw beherrschen nun Kommentare, um darüber die Arbeit an einem Dokument etwa in einer Gruppe zu vereinfachen. Die Textverarbeitung Writer kann Word-Dokumente nun mit Microsofts Office-Standard-Algorithmus RC4 verschlüsseln und bringt einige kleinere Optimierungen. Generell lassen sich verschlüsselte Microsoft-Dokumente im XML-Format mit Openoffice.org öffnen.
Generell unterstützt Openoffice.org nun Graphite-Fonts sowie Postscript-basierte Opentype-Fonts. Bei der ODF-Integritätsprüfung achtet die Office-Suite neuerdings darauf, dass die ODF-Spezifikationen eingehalten wurden. Die Makrofunktion wurde erweitert und beim Zuweisen eines Kennworts für eine ODF-Datei gibt es keine Mindestlängenvorgabe mehr, allerdings darf das Kennwort weiterhin nicht leer sein.
Die Beta von Openoffice.org 3.2(öffnet im neuen Fenster) steht in englischer Sprache für Windows, Linux und MacOS als Download zur Verfügung. Die Betaversion sollte nicht auf Produktivsystemen eingesetzt werden, da die Software noch Fehler enthalten kann, die auch zu Datenverlusten führen können. Das fertige Openoffice.org 3.2 wird im Dezember 2009 erwartet. Eine Liste mit allen Änderungen liefern die Release Notes(öffnet im neuen Fenster) zur Betaversion.