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Globalfoundries in Dresden hat weitere Kunden

Bislang waren die großen Auftragsfertiger, die sogenannten Foundries, ausschließlich in Asien angesiedelt. Weltmarktführer ist TSMC aus Taiwan. In Europa gibt es nur Nischenanbieter in diesem Bereich, etwa X-Fab aus Erfurt. Globalfoundries will nun beweisen, dass ein größerer Auftragsarbeiter auch in einem Industrieland betrieben werden kann. Die Branche verfolgt die Entwicklung sehr aufmerksam. "Die entwickeln sich zum einzigen ernsthaften Wettbewerber von TSMC", sagte der Chef eines Konkurrenten.

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Aus Sicht von Experten ist der Betrieb der Werke in Dresden ein großer Wettbewerbsnachteil gegenüber der Konkurrenz aus Billiglohnländern. Das leistet sich keiner der großen Konkurrenten. Und der Druck wächst. So zimmert Ex-Infineon-Chef Ulrich Schumacher aus zwei kleineren Firmen einen neuen Auftragsfertiger in China.

Zusammen wären Übernahmeziel Chartered und Globalfoundries im ersten Halbjahr 2009 auf einen Umsatz von knapp 1,2 Milliarden US-Dollar gekommen, haben die Analysten von iSuppli ausgerechnet. Dies entspricht einem Weltmarktanteil von fast 17 Prozent. Zum Vergleich: TSMC als größter Auftragsfertiger kam auf Erlöse von 3,3 Milliarden US-Dollar. Die Nummer drei auf diesem Feld, UMC, erreichte 1,1 Milliarden US-Dollar.

iSuppli wertet die Chartered-Übernahme als Gewinn für Globalfoundries. So könne sich die Firma schneller von AMD trennen, da Chartered seit Jahren Erfahrung in dem Geschäft habe. "Chartered bringt eine große Kundenbasis mit. Wir haben demgegenüber die Möglichkeiten, innovative Technologien einzubringen", sagte Manager Grose. Im Rücken hat er zudem einen finanzkräftigen Miteigentümer aus Abu Dhabi.

Die neuen Besitzer verschaffen auch den Mitarbeitern Sicherheit. Die Beschäftigten in Dresden können wieder etwas aufatmen, da die Kurzarbeit langsam zurückgefahren wird. "Wir kehren Schritt für Schritt zu normalen Arbeitszeiten zurück", sagte Grose.

Globalfoundries profitiert davon, dass viele Halbleiterfirmen ihre eigene Produktion aus Kostengründen zurückfahren. Infineon aus München etwa hat schon vor Jahren entschieden, einen Teil seiner Produkte in fremden Werken fertigen zu lassen - unter anderem bei Chartered.

[aus Handelsblatt von Joachim Hofer]

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zork 20. Okt 2009

Gut geraten, oder gesehn ? " (asa)"

AutorAutorAutor 19. Okt 2009

Ist Taiwan überhaupt ein eigenes Land? Oder doch eher eine (autonome) Provinz von...


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